Wirtschaftskrise

Boom: Weniger als 1000 Arbeitslose

Ehingen / Lesedauer: 2 min

Geschäftsstelle Ehingen meldet stetigen Aufschwung – Ältere profitieren kaum
Veröffentlicht:31.05.2011, 16:15
Aktualisiert:25.10.2019, 18:00

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Die Arbeitslosigkeit geht auch in der Region immer weiter zurück: Im Mai 2011 hat die Zahl der in der Geschäftsstelle Ehingen gemeldeten Arbeitslosen erstmals seit Beginn der Wirtschaftskrise wieder die 1000er-Grenze unterschritten. Es wurden 992 Arbeitslose gemeldet, 21 weniger als im Vormonat.

Zum Vergleich: im Juni 2008 waren es nur 905, Mitte 2005 hingegen 2232 Arbeitslose. Die Quote bleibt wie im Vormonat bei 3,2 Prozent. 314Zugängen in der Statistik stehen 342 Abgänge gegenüber.

Der Aufschwung schlage sich nach wie vor in allen Bereichen der Wirtschaft nieder, sagte die Ulmer Agentursprecherin Anke Eberhardt . „Auch für den Juni kann ich eine gute Prognose geben“, so Eberhardt. Zwar ging die Zahl der gemeldeten offenen Stellen im Vergleich zum Vormonat um 39 auf 439 zurück, doch im Vergleich zum April des Vorjahres hat sich das Stellenangebot nahezu verdoppelt. Auch die Profile sind vielfältig, sagt Eberhardt: „Die offenen Stellen liegen querbeet, auch wenn ein Schwerpunkt nach wie vor in der Produktion liegt. Wir haben 238 Stellen in der Fertigung und 184 im Dienstleistungsbereich. Das Spektrum reicht vom Helfer auf dem Bau über Lagerlogistiker bis hin zur Bedienung in der Gastronomie“, so die Sprecherin.

Junge profitieren besonders

Nutznießer des Aufschwungs sind vor allem die jungen Menschen: Bei den 15- bis unter-25-Jährigen ist die Quote binnen eines Jahres um 42,5Prozent gesunken, die Quote liegt bei 2,4 Prozent. Auch bei den Über-50-Jährigen bessert sich die Lage leicht, die Quote sank von 4,9 Prozent im Vorjahresmonat auf aktuell 4,2 Prozent. „Wir versuchen, mit unserem Silversurfer-Projekt Ältere verstärkt in Arbeit zu bekommen“, so Eberhardt.

Das ist auch nötig: Denn in der Altersgruppe der Über-55-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr sogar noch leicht angestiegen. Derzeit liegt sie bei 5,3 Prozent.