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Wurmlingen

Eric Diener holt beim Afrika-Cup Silber

Agadir / Lesedauer: 4 min

Der Triathlet Eric Diener aus Wurmlingen hat sich mit einem zweiten Platz beim Afrika-Cup in Marokko in seine lang ersehnte Saisonpause verabschiedet. Mit der Platzierung sammelte der 23-Jährige weitere Punkte für die kommende Saison und kletterte damit in der Weltrangliste mehrere Plätze nach oben.
Veröffentlicht:28.11.2023, 18:32

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Der Triathlet Eric Diener aus Wurmlingen hat sich mit einem zweiten Platz beim Afrika-Cup in Marokko in seine lang ersehnte Saisonpause verabschiedet. Mit der Platzierung sammelte der 23-Jährige weitere Punkte für die kommende Saison und kletterte damit in der Weltrangliste mehrere Plätze nach oben.

Nachdem er in Tunesien vor mehreren Wochen den dritten Platz bei einer ersten Teilnahme am Afrika-Cup erreicht hatte, liebäugelte Diener jüngst in Agadir mit einer noch besseren Platzierung. Sein Ziel war es, einen Podestplatz zu erreichen - das hat er mit dem zweiten Rang geschafft.

Den nur 23 Teilnehmern der Männer Elite stand ein Triathlon über die Olympische Distanz bevor. „Es war für einen Afrika-Cup ein qualitativ gut besetztes Startfeld mit mehreren starken Triathleten“, ordnete Diener die Konkurrenz ein. Das Schwimmen mit Neoprenanzug beinhaltete einen Landgang und war erschwert durch gebrochene Wellen. „Vier Leute waren vorne im Wasser ent-eilt. Ich war in einer Gruppe, führte diese an und musste Tempo schwimmen. Das war etwas ungewohnt für mich“, so Diener. Nach 1,5 Kilometern schwimmen mussten die Teilnehmer rund 150 Meter durch tiefen Sand bis in die Wechselzone laufen. „Das war ungewohnt“, schilderte der Wurmlinger seinen Rennverlauf.

Nachdem ihm sein erster Wechsel ohne Fehler glückte, ging es auf dem Rad entlang der Küste auf die 40 Kilometer lange Radstrecke, die mit mehreren Anstiegen und entsprechendem Gefälle ausgestattet war. Diener fuhr zunächst in der Verfolgergruppe mit und kämpfte sich an die Führenden heran. „Nach eineinhalb von vier Radrunden hatten wir die vier enteilten Konkurrenten eingeholt. Danach hat sich das Radfahren locker gestaltet, da es auch keinen Grund mehr gab, das Tempo anzuziehen. Das Rennen stand gefühlt still“, erklärte der 23-Jährige, der mit der großen Führungsgruppe vom Rad stieg.

Nach einem zweiten guten Wechsel in die Laufschuhe sah es für mehrere Minuten so aus, als könnte Eric Diener den Afrika-Cup für sich entscheiden, denn er führte das Rennen an. Doch die Führung musste er schließlich nach einem von insgesamt zehn Laufkilometern an den Spanier Nan Oliveras abgeben, der ihn überholte. „Er war deutlich schneller als ich. Ich bin zwar 200 Meter an ihm drangeblieben, aber ich musste ihn ziehen lassen“, musste sich Diener eingestehen.

Der Triathlet aus Wurmlingen erhielt vielmehr Gesellschaft von hinten und musste sich gegen zwei Konkurrenten aus Großbritannien beweisen - und das gelang ihm mit Erfolg. „Ich habe mich relativ lange mit Daniel Dixon duelliert. Er hat zwischenzeitlich auch einen Vorsprung auf mich herausgearbeitet, aber ich konnte ihn wieder einholen und ihn dann schließlich auch entscheidend überholen“, blickte Diener zurück.

Während Dixon immer weiter zurückfiel, kam ihm mit Ben Dijkstra der zweite starke Konkurrent aus Großbritannien gefährlich nahe. Diener: „Ich hatte Angst, dass mich Dijkstra noch einholt. Er hatte schließlich den vorherigen Afrika-Cup gewonnen.“ Aber Diener konnte nochmals das Tempo forcieren und brachte schließlich den zweiten Platz beim Afrika-Cup in Marokko in einer Gesamtzeit von 1.46.11 Stunden ins Ziel. „Als ich das Ziel erreicht habe, war ich total glücklich. Ich hätte bei dem Rennen nichts besser machen können und habe mich über den gesamten Wettkampf hinweg gut gefühlt. Ich bin mit dem Ergebnis und meiner Leistung zufrieden“, betonte Eric Diener.

Unangefochtener Sieger wurde der Spanier Nan Oliveras, der gerade in der letzten Disziplin beim Laufen allen anderen Teilnehmern deutlich überlegen war, in Laufschuhen eine beeindruckende Leistung zeigte und allen enteilte. Er beendete 35 Sekunden vor Eric Diener als sicherer Sieger den Afrika-Cup. Auf Rang drei landete schließlich Dijkstra in 1.46.27 Stunden vor Dixon.

Der Afrika Cup in Agadir war für Eric Diener der letzte Wettkampf in dieser Saison. Der 23-Jährige verabschiedet sich damit in die lang ersehnte Saisonpause. Ab Mitte Dezember startet er am Stützpunkt in Freiburg gemeinsam mit seinen Trainingskollegen die Vorbereitungen für die kommende Saison.

Anders als in diesem Jahr gehört Eric Diener in 2024 nicht mehr dem Bundeskader an, da der Wurmlinger in diesem Jahr zu wenige Punkte in der Weltrangliste sammelte. Der daraus resultierende Nachteil: Er erhält in der kommenden Saison eine geringere finanzielle Förderung. Dennoch startet er weiterhin bei Welt- und Europacups für die Deutsche Nationalmannschaft. Und gerade auf die internationalen Rennen will Eric Diener in der kommenden Saison den Fokus legen.