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Noch nicht abgeschlossen

Fall Jasmin M.: Staatsanwaltschaft und Verteidigung legen Revision ein

Tuttlingen / Lesedauer: 1 min

Der Fall „Jasmin M.“ kann noch nicht zu den Akten. Nun muss ein anderes Gericht endgültig entscheiden.
Veröffentlicht:06.02.2024, 14:10

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Der Fall „Jasmin M.“ ist noch nicht abgeschlossen. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die beiden Verteidiger des Angeklagten Robert S. haben beim Landgericht Konstanz Revision eingelegt. Diesen Schritt hatten beide Parteien unmittelbar nach der Urteilsverkündung bereits angekündigt.

Revision bedeutet, dass der Fall nun dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe vorgelegt wird. Der BGH überprüft das Urteil auf Rechtsfehler und zieht dazu den Urteilstext heran; es gibt aber weder weitere Verhandlungen noch eine neue Beweisaufnahme. Die Parteien haben nun einen Monat Zeit, um ihre Anträge zu begründen.

Weil Robert S. in Haft sitzt gilt das Beschleunigungsgebot

Wie lange es beim BGH bis zu einer Entscheidung dauert, lässt sich schwer prognostizieren; da Robert S. aber in Haft sitzt, greift ein sogenanntes Beschleunigungsgebot, damit der Fall möglichst rasch behandelt wird. Im Urteil gegen Robert S. hat der Vorsitzende Richter Arno Hornstein den Haftbefehl gegen den Angeklagten ausdrücklich aufrecht erhalten; S. bleibt also weiter im Gefängnis.

Nebenklage hat sich noch nicht entschieden

Die Vertreterin der Nebenklage und damit der Mutter von Jasmin M. hatte bis Redaktionsschluss noch nicht entschieden, ob sie ebenfalls Revision einlegen wird. Sie hatte als einzige Partei auf Mord und damit lebenslänglich plädiert.

Das Landgericht hat Robert S. zu einer Haftstrafe in Höhe von achteinhalb Jahren für eine Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre und sechs Monate gefordert, die Verteidigung in der Hauptsache auf Freispruch.