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Mehr Austausch mit Gewerbeverein

So will eine Modekette die Tuttlinger Innenstadt beleben

Tuttlingen / Lesedauer: 2 min

Obwohl einige Geschäfte im Umfeld geschlossen haben, sind die Handelsketten vor Ort zuversichtlich gestimmt. An die Stadt und ProTUT haben sie Erwartungen.
Veröffentlicht:09.01.2024, 17:00

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Das Licht ist aus, die Tür zu: Mit der Schließung ihrer Filialen in Tuttlingen haben die Modeketten Only und Hunkemöller zum Jahresende durchaus für Aufsehen gesorgt. Lässt der Rückzug der Textil-Unternehmen Rückschlüsse auf die Zukunft der Innenstadt zu? Wir haben bei den in Tuttlingen weiterhin vertretenen Ketten wie Röther, H&M, Depot und Bijou Brigitte nachgefragt.

Die Fragen zur Umsatzentwicklung und zur Zukunft der eigenen Filiale in Tuttlingen lässt Depot offen. Man könne „Medienanfragen dieser Art aktuell nicht beantworten“, teilt Aleksandar Blitva mit. Deutlich auskunftsfreudiger sind da H&M und der Modepark Röther.

Modekette ist mit Tuttlinger Filiale zufrieden

Mit dem Geschäft am Marktplatz ist das schwedische Unternehmen zufrieden. Insbesondere zum Wochenende am Freitag und Samstag werde das Angebot von der Kundschaft gut angenommen, teilt ein H&M-Sprecher mit. Aus Sicht des Unternehmens sei es wichtig, dass man sich in bester Geschäftslage befinde.

Wir werden definitiv nicht schließen

Danica Gnamm

Ein Stück außerhalb der Innenstadt ist Röther in der Bahnhofstraße angesiedelt. Danica Gnamm, Leitung Marketing bei der Kette, macht keinen Hehl daraus, dass man mit den Zahlen im vergangenen Jahr nicht zufrieden gewesen sei.

Wegen der vielen Baustellen in der Innenstadt und der monatelangen Sanierung der Bundesstraße 14 bei Wurmlingen habe der Umsatz von März bis August nicht auf Vorjahresniveau gelegen.

Modepark Röther hat Ideen für die Zukunft

Negative Konsequenzen hat das nicht. „Wir werden definitiv nicht schließen“, sagt Gnamm. Viel mehr würden in Tuttlingen einige Abteilungen modernisiert. Zwar sind beim Modepark der Freitag und der Samstag besonders frequenzstark.

Ihr Unternehmen wolle aber „noch intensiver in den Dialog mit dem Stadtmarketing Tuttlingen und ProTUT gehen, um zusätzlich zu den verkaufsoffenen Sonntagen verlängerte Shoppingabende zu planen“, erklärt die Unternehmenssprecherin.

Austausch zur Innenstadt soll intensiver werden

Große Hoffnungen legt der Modepark auf die Umgestaltung der Donau. „Wir glauben sehr an das Projekt, das Tuttlingen wieder mehr Anziehungskraft verleihen und die Verweildauer in der Innenstadt erhöhen wird“, sagt sie.

Bis es soweit sei, wünsche man sich einen „stetigen und intensiveren Austausch“ mit dem Stadtmarketing und dem Gewerbe- und Handelsverein, um gemeinsam mit allen Akteuren wie Handel, Gastronomie, Banken und Vereinen neue Aktionen zu planen und auf den Weg zu bringen. Beispielsweise wird ein Familientag in der Innenstadt vorgeschlagen.

Auch H&M betont, dass man ein großes Interesse daran habe, „dass Innenstädte weiterhin attraktiv bleiben, durch eine Vielfalt an Einzelhandels-, Gastronomie- und Freizeitangeboten sowie eine gute Infrastruktur.“ Genauere Vorschläge werden aber nicht unterbreitet.

Von Bijou Brigitte hat es keine Reaktion auf unsere Anfrage gegeben.