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Führungswechsel

Henke-Sass, Wolf stellt sich neu auf: Zwei Geschäftsführer sind weg

Tuttlingen / Lesedauer: 2 min

Silke Hartmann und Boban Ivanovic haben das Unternehmen verlassen. HSW will Aufgaben zentral für die Firmen der Gruppe organisieren. Das hat einen ganz einfachen Grund.
Veröffentlicht:04.12.2023, 05:00

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Führungswechsel bei der Firma Klaus Wenkert: Das Medizintechnik-Unternehmen aus Seitingen-Oberflacht hat in Dirk Sprich einen neuen Geschäftsführer.

Der Eigentümer, die Firma Henke-Sass, Wolf aus Tuttlingen, begründet die personelle Veränderung damit, weil man ein engeres Zusammenwachsen der einzelnen Unternehmen erreichen wolle.

Witte und Appl führen nun allein die Geschäfte

Seit der Übernahme im Jahr 2015 hatte Boban Ivanovic die Geschäfte bei der Firma Klaus Wenkert geführt. Er war insgesamt mehr als ein Vierteljahrhundert für HSW tätig - als Bereichsleiter Produktion und Logistik, als Vorstand für Henke-Sass, Wolf in Polen und eben in Seitingen-Oberflacht.

„Wir streben ein engeres Zusammenwachsen der einzelnen Unternehmen in der Henke-Sass, Wolf Gruppe an.“

Benjamin Raiser

Mit Silke Hartmann scheint zudem auch eine Geschäftsführerin des Tuttlinger Unternehmens ausgeschieden zu sein. Sie ist auf der Homepage nicht mehr neben Henner Witte und Michael Appl als Geschäftsführerin zu finden.

Ein Leiter für den Einkauf, für den Vertrieb, für...

Für die Geschicke der HSW-Tochter in Seitingen-Oberflacht ist mittlerweile Dirk Sprich verantwortlich. Aus Sicht der Tuttlinger Führung sei die Neuaufstellung notwendig geworden, „um den wachsenden wirtschaftlichen, technologischen und ökologischen Herausforderungen des Marktes gerecht zu bleiben und wettbewerbsfähig zu sein“, schreibt Benjamin Raiser, Vizepräsident Verkauf und Marketing für medizinische Endoskope, auf Nachfrage. „Wir streben ein engeres Zusammenwachsen der einzelnen Unternehmen in der Henke-Sass, Wolf Gruppe an.“

So sollen die Kernfunktionen unternehmensübergreifend definiert werden. Als Leiter des zentralen Einkaufs soll Sprich nicht nur die Produktionen in „Tuttlingen und Seitingen-Oberflacht mit Teilen versorgen“, sondern bei Wenkert auch die Produktion im Blick haben. Ähnlich, so Raiser, sei es beispielsweise auch im Vertrieb.

Synergien nutzen, um wettbewerbsfähig zu sein

Wer bei HSW Endoskope kaufe und bei Wenkert das entsprechende Zubehör für Urologie, Arthroskopie oder Bronchoskopie,benötige auch nur einen Ansprechpartner.

In dem Schritt seien auch die Bereiche Qualitätsmanagement und Regulatorik der beiden Firmen im Landkreis Tuttlingen angeglichen worden. „Für uns ist es wichtig, solche Synergien zu nehmen. Sonst werden wir zu teuer“, sagt Raiser.

Geschäfte laufen gut, genügend Aufträge

Generell sei die Geschäftslage bei HSW „durchweg zufriedenstellend. Die Problematik innerhalb der Lieferketten verringert sich stetig. Wir verfügen nach wie vor über einen hohen Auftragsbestand“, so Raiser. Auch wenn es leichte Anzeichen gebe, dass der Markt für Medizintechnik eine vorrübergehende Tendenz zur Sättigung zeigt.

Ivanovic, auch früherer Vorsitzender der ASV Tuttlingen, wird noch bis Ende des Jahres Mitarbeiter von HSW sein. Im Jahr 2024 beginnt für ihn ein neues Kapitel.