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Kurz vor dem Urteil

Das fordern Ankläger und Verteidigung im Fall der vermissten Jasmin M.

Tuttlingen / Lesedauer: 1 min

Im Fall Jasmin M. haben Staatsanwaltschaft und Anwälte ihre Plädoyers gehalten. Die Forderungen könnten gegensätzlicher nicht sein.
Veröffentlicht:23.01.2024, 16:49

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Zwölfeinhalb Jahre Haft oder Freispruch: Im Prozess um die verschwundene und mutmaßlich getötete Jasmin M. aus Eigeltingen-Heudorf haben Anklage und Verteidigung am Dienstag ihre Plädoyers gehalten.

Staatsanwaltschaft fordert langjährige Haftstrafe

Oberstaatsanwalt Ulrich Gerlach fordert eine Gesamtstrafe von zwölf Jahren und sechs Monaten, die Anwälte von Robert S. Freispruch in der Hauptsache und deutlich geringe Strafen für zwei minder schwere Delikte, den illegalen Waffenbesitz und eine frühere Körperverletzung, die Robert S. an Jasmin M. begangen haben soll.

Urteil wird am 30. Januar erwartet

Die Staatsanwaltschaft wirft Robert S. vor, die damals 21-Jährige im Februar 2023 getötet und ihre Leiche versteckt zu haben, um Spuren zu verwischen. Die Anklagebehörde bleibt bei ihrer Einstufung der Taten als Körperverletzung und Nachstellung mit Todesfolge.

Die Rechtsanwältin der Nebenklage, die die Mutter des mutmaßlichen Opfers vertritt, forderte eine Qualifizierung als Mord und damit eine lebenslange Haftstrafe.

Allerdings hatte das Gericht bereits vorab verlauten lassen, eine Einstufung als Mord nicht in Betracht zu ziehen. Das Urteil soll am Dienstag, 30. Januar, gesprochen werden. Ein ausführlicher Bericht über die Plädoyers folgt.