StartseiteRegionalRegion TuttlingenTrossingenMit Video und Fotos: Großbrand auf Bauernhof in Trossingen - 120 Kühe sterben qualvoll

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Mit Video und Fotos: Großbrand auf Bauernhof in Trossingen - 120 Kühe sterben qualvoll

Trossingen / Lesedauer: 2 min

Bei dem Feuer auf einem landwirtschaftlichen Gut kamen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag über 100 Tiere ums Leben. Die Feuerwehr ist immer noch mit der Brandbekämpfung beschäftigt.
Veröffentlicht:07.10.2022, 10:36

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Rund 120 tote Rinder und ein Schaden in Millionenhöhe: In der Nacht zum Freitag brannten mehrere Gebäude auf dem Eschbachhof bei Trossingen komplett nieder. Das Wohnhaus und die dort lebende Familie konnten gerettet werden, für viele Tiere kam jede Hilfe zu spät. Die Feuerwehr ist noch immer für Nachlöscharbeiten vor Ort.

Mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort

Nachts um halb zwei geht die Meldung bei der Leitstelle ein. Eine Scheune brennt, melden Zeugen. „Schon bei der Anfahrt war uns klar, das ist was Größeres“, sagt Zugführer und Pressesprecher Ralf Sorg von der Trossinger Feuerwehr. Er alarmiert sofort weitere Einsatzkräfte. Diese holen zunächst die Familie aus dem Wohnhaus und beginnen mit den Löscharbeiten.

Wir haben versucht, die Tiere zu retten, was uns nur ein Stück weit gelungen ist.

Zugführer Ralf Sorg

Auch Feuerwehrleute aus Durchhausen und die Führungsgruppe Geisingen-Immendingen sowie die Feuerwehren Aldingen und Spaichingen rücken mit Drehleitern und Löschzug an. In der Nacht sind bis zu 140 Einsatzkräfte mit 30 Fahrzeugen vor Ort.

Keine Personen verletzt

„Wir haben das Feuer vor dem Wohnhaus stoppen können“, berichtet Sorg. Und auch ein Übergreifen auf eine stillgelegte Biogasanlage und einen Hühnerstall können die Feuerwehrleute verhindern. Der Rinderstall und eine Scheune brennen jedoch komplett nieder. Am Freitagvormittag ist die Feuerwehr noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt, ein Bagger zieht das Heu dafür auseinander. „Das wird langwierig“, kündigt Sorg an.

120 Rinder sind nach ersten Schätzungen verbrannt. „Wir haben versucht, die Tiere zu retten, was uns nur ein Stück weit gelungen ist. Etwa 20 Tiere haben demnach überlebt“, sagt Sorg. Personen sind nach Angaben von Polizei und Feuerwehr nicht verletzt worden.

Ermittlungen vor Ort

Zur Brandursache könne man zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben machen, so Polizeisprecher Marcel Ferraro . Kriminaltechniker und Kriminalpolizei seien bereits vor Ort, das sei laut Polizeisprecher bei einem Brand in dieser Größenordnung ein normales Vorgehen.

Zuletzt hatte es im Landkreis Tuttlingen mehrere Brände von landwirtschaftlichen Gebäuden gegeben. Besteht ein Zusammenhang zum Brand des Eschbachhofes? „Das müssen wir prüfen“, so Ferraro. „Erstmal muss die Brandursache festgestellt werden, bevor wir eine mögliche Verbindung untersuchen können.“ Auch ein technischer Defekt oder eine andere Brandursache könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen.

Der Gesamtschaden wird nach einer ersten Schätzung auf rund 1,5 Millionen Euro beziffert. „Das kann ich noch nicht bestätigen. Der Schaden wird aber sicherlich sechsstellig sein oder in den Millionenbereich gehen“, so Ferraro.