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Himeros-Quartett gewinnt Iris-Marquardt-Preis

Trossingen / Lesedauer: 2 min

Den mit 5000 Euro dotierten Iris-Marquardt-Preis der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen hat jetzt das Himeros-Quartett gewonnen, ein Streichquartett mit Sebastian Gwilt und Robert Lokhov (Violine), Janko Welt (Viola) sowie Leyre Barros (Violoncello). Im Preisträgerkonzert am kommenden Donnerstag, 30.
Veröffentlicht:28.11.2023, 11:35

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Den mit 5000 Euro dotierten Iris-Marquardt-Preis der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen hat jetzt das Himeros-Quartett gewonnen, ein Streichquartett mit Sebastian Gwilt und Robert Lokhov (Violine), Janko Welt (Viola) sowie Leyre Barros (Violoncello). Im Preisträgerkonzert am kommenden Donnerstag, 30. November, 19.30 Uhr im Konzertsaal der Hochschule stellt sich das Ensemble mit einem facettenreichen Programm von Haydn über Mendelssohn Bartholdy bis Webern vor.

Die Preisverleihung mit Laudatio und Preisträger-Interview des Rektors Christian Fischer sowie ein Grußwort des Stiftungsvorstandes durch die Trossinger Bürgermeisterin Susanne Irion runden den festlichen Abend ab. Der Eintritt ist wie immer frei.

Bereits zum 27. Mal wird der begehrte Nachwuchspreis verliehen, der einst zur Erinnerung an die Mitbegründerin des Fördervereins der Hochschule, die Rietheim-Weilheimer Unternehmergattin Iris Marquardt, ins Leben gerufen worden. Das Himeros-Quartett fand sich erst 2023 zusammen, um sich - betreut vom Trossinger Violinprofessor und europaweit gefragten Kammermusik-Coach Alexander Janiczek - mit Begeisterung der reichen Streichquartett-Literatur zu widmen, wie esin der Konzertankündigung der Hochschule heißt.

Die Geiger Robert Lokhov und Sebastian Gwilt (Klasse Prof. Alexander Janiczek), der Bratschist Janko Welt (Klasse Prof. Hideko Kobayashi, Musikhochschule Mannheim) und die Cellistin Leyre Barros (Klasse Prof. Beatriz Blanco) bringen trotz ihres jungen Alters bereits vielfältige Erfahrungen mit in das Ensemble. So besuchen sie jeweils regelmäßig Meisterkurse unter anderem bei Lukas Hagen, Troels Svanne, Roland Glassl, Catherine Manson oder Alexander Gilman. Alle vier Musiker sind auch in verschiedenen Orchestern aktiv, so auch in der Jungen Norddeutschen Philharmonie, im Orchester Spira Mirabilis oder als Stimmführer im Folkwang Kammerorchester. „Für uns hat die Gründung eines langfristigen Ensembles hohe Priorität“, beschreibt das deutsch-britisch-spanische Quartett seine Motivation, das sich derzeit auch als Trossinger Beitrag auf den renommierten Mendelssohn-Wettbewerb der Deutschen Musikhochschulen im Januar 2024 in Berlin vorbereitet. „Unser aktuelles Repertoire haben wir vor allem auf unseren Lernprozess hinausgelegt - Haydn als ideale Musik um die Kunst der Kammermusik wirklich gut zu lernen, Beethoven als absolutes Standardrepertoire, Webern und Debussy als sehr verschiedene Welten, die unseren Quartettklang erweitern.“

Im Preisträgerkonzert erklingen Sätze aus Haydns D-Dur-Quartett op.71/2, Felix Mendelssohn Bartholdys Quartett e-Moll op. 44/2 sowie der „Langsame Satz für Streichquartett“ von Anton Webern. Alle musikinteressierten Menschen sind herzlich zum Preisträgerkonzert am 30. November eingeladen.

Der Iris-Marquardt-Preis, der seit 1997 jährlich vergeben wird, geht zurück auf das große kulturelle und soziale Engagement der Rietheim-Weilheimer Unternehmergattin Iris Marquardt, gebürtige Trossingerin und Mitbegründerin des Fördervereins der Hochschule. Anlässlich ihres unerwarteten Todes 1996 wurde der Iris-Marquardt-Fonds gegründet und der nach ihr benannte Preis ins Leben gerufen. Im Jahre 2007, nach dem plötzlichen Tod ihres Gatten, des Unternehmers und Mäzens Jakob Marquardt, gründeten die Familie Marquardt und der Verein der Freunde und Förderer schließlich die Iris Marquardt-Stiftung im Gedenken an Iris und Jakob Marquardt.