StartseiteRegionalRegion TuttlingenTalheimDieser Talheimer kritisiert geplante Sparkassen-Schließung

Nicht hinnehmen, sondern handeln

Dieser Talheimer kritisiert geplante Sparkassen-Schließung

Talheim / Lesedauer: 2 min

Horst Bauer sorgt sich um die Infrastruktur. Vor allem Senioren sind auf eine Filiale im Ort angewiesen. Er hat daher eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen.
Veröffentlicht:09.12.2023, 05:00

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Schließt die Talheimer Filiale der Kreissparkasse Tuttlingen im Januar oder lässt sich das noch verhindern? Diese Frage bewegt derzeit zahlreiche Talheimer. Einer, dem die geplante Schließung nicht gefällt, ist Horst Bauer.

Unterschriften gegen Schließung

Er selbst, seit Jugendjahren Kunde dieser Bank, wurde im persönlichen Gespräch über die Änderung informiert, sagt er auf Anfrage.

Ist das so gewollt?

Horst Bauer

„Ich will mich nicht so einfach der Entscheidung ergeben, die auf Vorstandsebene getroffen wurde“, sagt Bauer. Seine Idee: Er initiierte eine Unterschriftenaktion, indem er Listen im Lebensmittel- und im Wollgeschäft, sowie im Kindergarten auslegte.

Zudem besuchte Horst Bauer einige Talheimer, trug seine Überlegungen vor und warb für Unterschriften. So kamen in knapp zwei Wochen 102 Unterschriften zusammen, von Talheimern, die sein Anliegen unterstützen.

Immer weniger Kunden vor Ort

Aus dem Mitteilungsblatt erfuhren die Talheimer, dass die Kreissparkasse Tuttlingen ihre Service- und Beratungsstruktur anpassen und sich ab Januar aus fünf Kreisgemeinden zurückziehen möchte.

Rückläufige Kundenaufträge und eine immer stärkere Nutzung von Online-Angeboten und bargeldlosen Transaktionen waren Auslöser für diese geschäftspolitische Entscheidung. Betroffen sind außerdem die Filialen in Hausen ob Verena, Deilingen, Böttingen und Dürbheim.

Probleme für Senioren

Horst Bauer hält dem entgegen, dass es nach einer Schließung der Talheimer Sparkassen-Filiale für ältere Einwohner erheblich schwieriger sei, an Bargeld zu kommen. Dass gerade für die Senioren-Generation verlässliche und kompetente Ansprechpartner unerlässlich seien.

Und dass Kinder und Jugendlichen den Bezug zum Bargeld mehr und mehr verlieren. „Ist das so gewollt?“, fragt Bauer in einem Anschreiben, das er zusammen mit den Unterschriftenlisten an die Kreissparkasse übersandt hat.

Auch von Talheims Bürgermeister Andreas Zuhl war auf Nachfrage zu erfahren, dass man seitens der Gemeindeverwaltung im Rahmen zur Verfügung stehender Möglichkeiten, gewillt wäre zu helfen, damit eventuell Beratungs- und Servicezeiten im kleinem Umfang bestehen bleiben könnten.