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Party-Profi

„Layla“-Star DJ Robin tritt in Spaichingen auf 

Spaichingen / Lesedauer: 4 min

Das Lied „Layla“ war ein Hit, der neue heißt „Bumsbar“. Im Interview verrät er, was es damit auf sich hat und auch, ob er auch über den Namen seiner Frau singen würde.
Veröffentlicht:09.02.2024, 17:48

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Die Karnevalsgesellschaft Ditzingen - verbunden mit der Narrenzunft Deichelmaus, die auch in der württembergischen Karnevalsvereinigung ist und sogar mit Steffen May den Präsidenten stellt - wird am Sonntag beim Fasnetsumzug um 13.30 Uhr in Spaichingen dabei sein.

Deren Prinz ist der bekannte DJ Robin, dessen Sommerhit „Layla“ für Spaß, aber auch Diskussionen wegen des sexistischen Beiklangs gesorgt hat. Regina Braungart hat Robin Leutner, der mit seiner Frau Deborah in Spaichingen sein wird, vorab interviewt.

Herr Leutner, Prinz Robin, DJ Robin - mit wem spreche ich gerade?

Tatsächlich eigentlich mit allen drei. Der Unterschied ist nämlich nicht allzu groß.

Sie werden am Sonntag wahrscheinlich mit Ihrem Song „Layla“ am Spaichinger Umzug teilnehmen, oder?

Ja genau. Im Cabrio sitze ich aber tatsächlich bloß und schmeiße Kamellen ins Publikum und rufe Laut „Hellau!“. Ich habe aber nach dem Umzug einen Auftritt in der Halle.

Waren Sie schon mal in Spaichingen?

Tatsächlich noch nicht. Es ist dieses Jahr unser erstes Jahr in Spaichingen. Ich bin eigentlich, seit ich auf der Welt bin, im Faschingsverein aktiv und spiele auch bei der Guggenmusik in Ditzingen, den Los Titzos, mit und da waren wir leider noch nicht in Spaichingen. Deshalb freuen wir uns am Sonntag dort zu sein.

Ich glaube die Spaichinger freuen sich auch.

Beim Landesnarrentreffen haben wir schon viel mit Spaichingern geredet, und die freuen sich auch auf uns.

Wie erklären Sie sich denn eigentlich diesen Erfolg von „Layla“ und stimmt es, dass dieses Lied sie vor dem Bankrott gerettet hat?

Der Erfolg ist, glaube ich, dem geschuldet, dass es der erste richtige Party-Feier-Sommer nach Corona war, nachdem die Leute zwei Jahre lang ausgehungert waren. Das ist auch der Grund, weshalb der Song immer noch so gut funktioniert, weil man damit das positive Gefühl verbindet, mit Feiern nach Corona.

Nicht der Song hat mich vor der Pleite gerettet, sondern ich hab mich quasi nach Corona damit wieder erholt. Ich war ja arbeitslos, weil es über Corona keine Veranstaltungen mehr gab. Und ich hab mich mit anderen Sachen wie beim Lieferservice, an der Hotelrezeption arbeiten, Glühwein ausschenken über Wasser gehalten.

Ihr Kompagnon hat das Lied ursprünglich geschrieben, Sie haben es verfeinert, hab ich gelesen. Wenn jetzt Ihr Kompagnon dasselbe Lied, sagen wir, mit dem Namen Ihrer Frau Deborah geschrieben hätte, hätten Sie es dann auch so gesungen?

Ja, dann hätte ich es genauso gesungen. Aus unserer Sicht gab es davor nie irgendwelche Bedenken wegen Sexismus oder einem Skandal. Für uns war das nur eine Partynummer, die so wie alle Partynummern auf Mallorca funktionieren und wir niemanden beleidigen wollen.

Ich habe mit einer echten Leila geredet und habe sie gefragt, was sie sagt. Sie lässt Ihnen ausrichten, es stört sie, dass sie dauernd darauf angesprochen wird und ihr Name jetzt nicht mehr mit Eric Clapton assoziiert wird. Soll ich ihr was zurück ausrichten?

Dass es mir leidtut, ich aber hoffe, dass ihr das Lied trotzdem ein bisschen gefällt und sie trotzdem mitsingt auf ihren Veranstaltungen.

Ihr neues Lied heißt „Bumsbar“ und es wird jetzt auch bei uns an der Fasnet hoch- und runtergespielt. Aber was ist das genau, „Bumsbar“?

Bumsbar ist, dass wenn man feiern geht und offen dafür ist, mit anderen Leuten auch nach Hause zu gehen und etwas mehr Kontakt zu haben.

Also tatsächlich wörtlich gemeint...

Ja, es ist tatsächlich wörtlich gemeint...

Jetzt sind Sie Prinz. Was ist schöner, Prinz oder DJ?

Ich glaube, dass beides tolle und außergewöhnliche Rollen sind und ich mach beides ultragerne. Bin ja Karnevals- und Faschingskind, so bin ich aufgewachsen, aber man kann beides miteinander verbinden. Es ist kein großer Unterschied, außer, dass ich ein Kostüm anhabe. Ich war vor vier Jahren bei der Gesellschaft Möbelwagen auch schon Prinz. Jetzt bei meinem Heimatverein Titzo bin ich sogar ein bisschen gesetzter.

Vielen Dank, und bis Sonntag!

Bis Sonntag!