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Dreifaltigkeitsberg

Chöre geben ein bezauberndes Benefizkonzert

Spaichingen / Lesedauer: 3 min

Ensembles aus Rottweil und Villingen singen auf Dreifaltigkeitsberg zugunsten des Hospizes
Veröffentlicht:09.04.2019, 14:49

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Wenn der Mädchenchor Rottweil mit dem Jungen Chor St. Ursula Villingen ein Benefizkonzert für das Hospiz am Dreifaltigkeitsberg in der Wallfahrtskirche auf dem Berg gibt, füllt sich der Raum seit Jahren mit vielen Besuchern. Am Sonntag wurde dies noch übertroffen. „So viele Besucher hatten wir noch nie“, freute sich Hans-Peter Mattes , Vorstand des Hospizvereins.

Keiner der Fans der beiden Chöre und weitere Musikliebhaber wollte sich dieses außergewöhnliche Klangerlebnis entgehen lassen. Inzwischen gehören die Chöre zu den bekanntesten Ensembles im süddeutschen Raum. Zum Markenzeichen wurde der helle und gleichzeitig warme Chorklang, auch sind eigene CDs und Musikvideos erschienen. Bei ihrem siebten Bergkonzert glänzten die Mädchen wieder mit einer großen Bandbreite der mehrstimmigen Chorliteratur unter der Leitung von Schul- und Kirchenmusiker Andreas Puttkammer . Während der erste Teil dem geistlichen Liedgut gewidmet war, erklangen im zweiten auch moderne Literaturen aus verschiedenen Stilrichtungen. Zum Teil wurden die Gesänge von Hannah Voß am Cello und Vincent Löbner mit Posaune und Percussion begleitet. Dazu spielte Gerlinde Puttkammer einfühlsam Klavier. Einen Höhepunkt des Konzerts erzeugten die Solistinnen mit ihren geschulten Stimmen, Sarah Puttkammer, Julia Henkes und Johanna Schwab-Rittau.

Mit dem italienischen Hymnus aus dem 15. Jahrhundert, „Alta trinita beata“, zogen die 32 Mädchen von verschiedenen Seiten in das Gotteshaus ein. Als Eröffnungslied hatte der Chorleiter ein klangvolles „Kyrie“ von Hugo Hammerström ausgesucht, das wunderschön von den Sängerinnen intoniert wurde. Besonders beim „Christe eleison“ erklang ein glockenreiner Sopran. Das kleine geistliche Konzert von Heinrich Schütz, „Erhöre mich“, gehört zu den ausdrucksvollsten gleichstimmigen Kompositionen, in der der Text auf musikalisch intensive Weise verdeutlicht wird. Das flehentliche „Sei mir gnädig“ erzeugte Gänsehaut. Eine Fortsetzung folgte mit „Oh Lord hear my prayer“.

Mit einer einwandfreien Klarheit versetzten zwei jugendliche Solistinnen im Duett mit „Now Jesus went into the garden“ in den Garten Gethsemane. Mit „Ubi Caritas“ setzte der Gesamtchor lupenrein intoniert und akkurat gesprochen den Schluss dieses wunderbaren Vortrags. Ein starker Sopran zeigte sich in Rheinbergers dreistimmigem eucharistischen Hymnus aus dem 13. Jahrhundert, „Sei gegrüßt lebendige Hostie“. Mit der Choralkandate „Ach wie flüchtig“ von Johann Sebastian Bach und dem Wunsch nach Frieden in „Dona nobis“ endete der erste Teil mit geistlichen Gesängen, die von menschlichen Gefühlen mit Flehen, Schmerz, Trauer, aber auch Verehrung geprägt waren.

Neben Chören um Menschlichkeit, Liebe und blühende Rosen sangen die Chöre „Abendruhe“ und als Abschluss „Abends will ich schlafen gehen“ von Engelbert Humperdinck. Auf den lang anhaltenden Applaus gab es mit dem Gospel „Hallelujah, Salvation and Glory“, bei dem sogar mitgeklatscht werden durfte, eine Zugabe.

Dekanatsreferent Hans-Peter Mattes bedankte sich als Vorsitzender des Vereins Hospiz am Dreifaltigkeitsberg bei Chören, Instrumentalisten und der Familie Puttkammer für das Benefizkonzert und im voraus für die Spenden. Mit einem meditativen Gedanken schloss er das bezaubernde Konzert.