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Schulentwicklung am Gymnasium Trossingen

Trossingen / Lesedauer: 1min

Ein Biotop für gute Ideen: der „Grüne Salon“
Veröffentlicht:29.11.2023, 11:48
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Eine Schule, in der alle mitreden können? Das hört sich nach Chaos an. Oder nach basisdemokratischem Feigenblatt? Die zweieinhalb Stunden Meeting und Austausch am Freitagabend (24. November) wollten beides nicht sein, weder Pseudobeteiligung noch wirre Zukunftswerkstatt.

Der „Grüne Salon“ soll die Ideenvielfalt derjenigen zum Vorschein bringen, die sich für unser Gymnasium Trossingen und das, was es ausmacht, interessieren. Dass dabei auch Problemanzeigen auftauchen, liegt in der Natur der Sache - und ist ausdrücklich gewollt.

Den vier Schülern, fünf Müttern und acht Lehrer*innen ist ein vielversprechender Einstieg in das Format gelungen. Intensiv und in unterschiedlichen Kleingruppen wurden Gespräche auf Augenhöhe geführt. Ideen, Wünsche, Fehlanzeigen und Probleme durften umstandslos artikuliert werden.

So ergab sich in den vier methodisch unterschiedlich gestalteten Gesprächsrunden eine Menge Stoff zum Nachdenken. Dabei waren die Perspektiven und Facetten so zahlreich, wie es sich für das „Unternehmen Schule“ gehört.

Abfallvermeidung, Coronalücken, destruktiver Umgang mit Schulinventar, mehr Wahlfreiheit bei Projekten, Makerspace und schnellere PCs, Pausengestaltung, Snackautomat, Umgang mit Lernlücken und Klassenübergabe, freiere Lernformen, Klassenzimmerprinzip, Konfliktmanagement, mehr Sofas auf den Fluren, respektvoller Umgang der Schüler*innen untereinander, bessere Klassengemeinschaft, gemeinsames Leben auf dem Campus, …. die erarbeitete Themenliste war lang und anspruchsvoll.

In kleineren Gruppen wurden für ausgewählte Punkte bereits erste Umsetzungs- oder Verbesserungsschritte besprochen. Spannend wird, wie die Anregungen nun weitergedacht und vor allem zukünftig umgesetzt werden.

Bei der Frage, ob die Teilnehmenden die Veranstaltung positiv erlebt haben, gingen alle Daumen nach oben. Das Schulleitungsteam nahm jede Menge Hausaufgaben mit. Nun kommt es darauf an, wenigstens einen Teil der guten Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Ein motivierender Anfang ist gemacht. Der nächste „Grüne Salon“ wird kommen.


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