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Hauptversammlung

Willi Rumpel: „Ich bin ja selten sprachlos“

Unterschmeien / Lesedauer: 2 min

Stadt Sigmaringen verleiht Wilhelm Rumpel vom SV Unter-/Oberschmeien die Verdienstmedaille in Silber
Veröffentlicht:30.03.2014, 19:15

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Da hat es ihm die Sprache verschlagen - bei der Hauptversammlung des SV Unter-/ Oberschmeien in der Krone in Unterschmeien am Freitagabend ahnte der scheidende zweite Vorsitzende Willi Rumpel zwar, dass er gebührend verabschiedet würde, aber wie, das wusste nur eine Handvoll Vereinsmitglieder.

„Er ist ein Lenker. Ein Denker. Ein Praktiker, der dem Verein den Weg geebnet hat. Du bist nahezu 40 Jahre mit Herzblut bei deinem Verein gewesen“, sagte Kassenprüfer Wilhelm Reiser . Im Jahr 1973 zog Willi Rumpel mit seiner Frau Helga nach Oberschmeien und engagierte sich fortan unter anderem im SV Unter-/Oberschmeien. Er förderte die Jugendarbeit, war selbst aktiver Fußballer und erlebte als zweiter Vorsitzender die Höhen und Tiefen des Vereins.

Jugendturnier soll zukünftig Rumpels Namen tragen

„Willi, wir sind stolz auf Dich. Du bist zupackend, engagiert, verlässlich, humorvoll, kameradschaftlich und Generationen übergreifend verbunden“, so Wilhelm Reiser. „ Es ist ein Stück mein Verein. Mir fehlen jetzt aber fast die Worte“, sagte Willi Rumpel, der stolz auf die Entwicklung des SV Unter-/Oberschmeien ist. Der Verein entschied, dass das Jugendturnier fortan in „Willi-Rumpel-Jugendturnier“ umgetauft werde. „Als Dank, dass Dein Name nicht vergessen wird“, sagte der Vorsitzende Jochen Gruber. „Jetzt haben alle gedacht, das war es“, sagte Bürgermeister Thomas Schärer, doch das war es eben nicht für Willi Rumpel. Der Badener aus Waldbeuren engagierte sich nicht nur im Verein. Zehn Jahre lang war er zudem Vorsitzender des Fördervereins für die Mehrzweckhalle Schmeien und 14 Jahre lang Vorsitzender des Fördervereins für den Friedhof Oberschmeien. Für seine Leistungen überreichte Bürgermeister Schärer im Namen der Stadt Willi Rumpel die Verdienstmedaille in Silber. „Ich bin ja selten sprachlos“, sagte Willi Rumpel, der nun wirklich sprachlos war: „Die Zeit verging so schnell. Meine Maxime war immer: Man muss es richtig machen oder gar nicht. Ich habe es für den Verein getan.“ Die Ortsvorsteher Berthold Hotz und Otto Schütz überreichten Willi Rumpel ein Bild des Orts mit der Kirche und dem Rathaus des Unterschmeier Künstlers Wilfried „Pius“ Dreher und dankten Willi Rumpels Frau Helga für deren Unterstützung. „Ich bin stolz auf den SV Unter-/Oberschmeien“, sagte Willi Rumpel, und Bürgermeister Thomas Schärer erinnerte nochmals an Fußballspieler Rumpel: „152 Spiele und 53 Tore, und die Waden haben Sie immer noch.“