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Kosten stehen fest

So teuer wird das neue Sigmaringer Feuerwehrhaus

Sigmaringen / Lesedauer: 3 min

Inzwischen steht fest, dass die Stadt mehr ausgeben muss als geplant. Das hat Folgen für den Bau.
Veröffentlicht:28.10.2023, 05:00

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Das Sigmaringer Feuerwehrhaus bekommt nicht nur einen großen Anbau, auch das Bestandsgebäude soll saniert werden. Jetzt steht fest, mit welchen Kosten die Stadt etwa rechnen muss. Die liegen höher als bisher angenommen, und das hat Konsequenzen.

Darum wird gebaut

Bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch waren die Architekten des Büros Planquadrat anwesend und haben ihre Pläne vorgestellt. Die umfassen zwei Bauabschnitte: Im ersten soll der Neubau auf der rechten Seite des Areals entstehen, in dem sieben Fahrzeugboxen, die Umkleiden und der Bereich für die Jugendfeuerwehr unterkommen sollen. Ziel ist laut Architekt Werner Gaiser, die Wege zum und im Feuerwehrhaus sinnvoller zu gestalten.

Mir ist wichtig, dass nach dem ersten Schritt der zweite kommt.

Kommandant Sven Glatter

Im zweiten folgt die Sanierung des städtischen Altbaus, der an etlichen Stellen verbessert werden soll. Das Problem: Aufgrund der hohen Kosten ist unklar, wann die Stadt die Sanierung angehen kann. Kommandant Sven Glatter appellierte an die Gemeinderäte, nicht allzu lange zu warten: „Mir ist wichtig, dass nach dem ersten Schritt der zweite kommt. Er soll nicht in der Luft verharren und lange auf sich warten lassen.“

Stadt verschiebt Sanierung des Altbaus

Der Grund für diese offene Frage sind die Kosten. Waren ursprünglich mal um die 3,5 Millionen Euro vorgesehen, liegt die Kostenschätzung inzwischen bei 6,8 Millionen Euro alleine für den Neubau und das zugehörige Außenareal.

Für die Sanierung des Bestands kommen noch einmal etwa 4,1 Millionen Euro dazu. Es ist davon auszugehen, dass bis zur genaueren Kostenberechnung 20 Prozent Schwankung möglich ist. Aus diesem Grund hat die Stadt vorgeschlagen, zuerst nur diesen einen Bauabschnitt umzusetzen, so Stadtbaumeister Thomas Exler.

Fehlende Zuschüsse werden zum Problem

Das Problem ist, dass der geplante Zuschuss von 1,3 Millionen Euro nicht fließen wird, so Exler. Stattdessen wurden bisher nur etwas mehr als 700.000 Euro bewilligt. Das beschäftigte auch Gemeinderat Martin Huthmacher (SPD), gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass vieles bei Neubau und Sanierung normgerecht umgesetzt werden muss. „Kann man noch an Landesvertreter herantreten während der Bauphase? Können wir zusätzliche Mittel anfordern?“

Bürgermeister Marcus Ehm erinnerte, dass es bereits Gespräche mit den Abgeordneten gegeben habe und das auch weiter passieren werde. Er erhofft sich von der Aufteilung in zwei Bauphasen, dass dadurch auch mehr Anträge gestellt werden können. „Ich bin der Überzeugung, dass die jetzige Förderkulisse nicht mehr ausreicht, weil alles teurer und der technische Anspruch höher geworden ist“, so Ehm.

Umgang mit Atemschutzstrecke ungewiss

Die Gemeinderäte entschieden sich schließlich einstimmig, den Bauabschnitt eins anzugehen. Offen ist, was mit den in die Jahre gekommenen Atemschutzübungsräumen im Keller des Feuerwehrhauses passiert. Sie sind Kreissache. Wie Dezernent Adrian Schiefer mitteilt, wird eine Erneuerung der Atemschutzstrecke derzeit geprüft. Bis das Bestandsgebäude der Feuerwehr saniert ist, soll es laut Schiefer „Klarheit hinsichtlich der zukünftigen Atemschutzstrecke geben“.