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Zirkus, Messe und Co.

So hoch ist die Miete für den Sigmaringer Festplatz

Sigmaringen / Lesedauer: 2 min

Zirkusse, Festivals, Messen: Jedes Jahr finden Highlights auf dem Festplatz statt. Doch wie tief müssen die Veranstalter dafür eigentlich in die Tasche greifen?
Veröffentlicht:04.12.2023, 05:00

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Der Jahrhundert-Erfolg Gartenschau, der Super-Flop Blütenzauber, das Konzert von Sunrise Avenue: Der Festplatz bei der Stadthalle hat in den vergangenen Jahren einiges mitgemacht.

Auch in diesem Jahr war dort etwas geboten. Doch wer darf den Platz eigentlich nutzen? Und die schwäbischste aller Fragen: Was kostet es?

Es gibt drei unterschiedliche Preise

Für die Nutzung des Festplatzes existiert bei der Vermieterin, der Stadt Sigmaringen, ein Preisblatt. Drei unterschiedliche Kategorien gibt es:

Kleinere Veranstaltungen mit bis zu 750 Sitzplätzen gehören in die Kategorie 1, hierfür wird eine Platzmiete in Höhe von 100 Euro je Veranstaltungstag fällig. Sollte es zusätzliche Auf- und Abbautage geben, fallen je 50 Euro pro Tag an. In diese Kategorie fiel im vergangenen Jahr etwa der Zirkus Weisheit, der Ende September ein mehrtägiges Gastspiel gefeiert hatte.

Größere Veranstaltungen ab 750 Sitzplätzen gehören in die Kategorie 2, hierfür wird eine Platzmiete in Höhe von 350 Euro pro Tag fällig. Auf- und Abbautage kosten ebenfalls je 50 Euro. Der Auftritt vom Cirkus Krone fiel in diese Kategorie.

Aber auch Veranstaltungen wie Streetfood-Festival und Frühlingsfest fielen im laufenden Jahr in diese Kategorie, unter anderem wegen der zahlreichen Bewirtungsangebote.

Schotterpiste statt sattes Grün: Die Gartenmesse DIGA musste Anfang Juli auf eine andere Fläche ausweichen. Die Besucherzahl blieb mit 3500 hinter den Erwartungen zurück.  
Schotterpiste statt sattes Grün: Die Gartenmesse DIGA musste Anfang Juli auf eine andere Fläche ausweichen. Die Besucherzahl blieb mit 3500 hinter den Erwartungen zurück.   (Foto: Peggy Meyer)

Heimische Vereine werden unterstützt

Stadtsprecherin Anna-Lena Janisch weist daraufhin, dass die Stadt in vergangenen Jahren regelmäßig aber auch im Einzelfall über Sondervereinbarungen Preisnachlasse bewilligt habe: „Grundlage der Sondervereinbarung war zum Beispiel die Anschubunterstützung einer erstmalig stattfindenden Veranstaltung.“

Am teuersten ist die Platzmiete für Veranstalter von Messen und Gewerbeschauen. Hier kostet der Tag 600 Euro, der etwaige Auf- und Abbautag bleibt jeweils bei 50 Euro. Anfang Juli fand die Gartenmesse zu diesen Konditionen statt.

Energiekosten kommen hinzu

Die Preise verstehen sich laut Stadt zuzüglich gültiger gesetzlicher Umsatzsteuer. Im Preis sind keine Strom-, Wasser- und Wohnmobilstellplatzkosten enthalten. Auch Energiekosten fallen zusätzlich an. Für ortsansässige Vereine, die den Festplatz nutzen wollen, wird ein sogenannter Vereinsrabatt in Höhe von 75 Prozent gewährt.

Für die Messe war der Rasen ein großes Problem

Das Gastspiel vom Cirkus Krone im April hatte bekanntlich ein Nachspiel. Die Rasenflächen hatten so tiefe Furchen und wurden nicht sofort aufgefüllt und begradigt. Das sorgte Anfang Juli für reichlich Ärger beim Veranstalter der Gartenmesse, der die Wiese nutzen wollte, dann aber auf den Schotterplatz ausweichen musste.

Für die Stadt selbst waren die Hinterlassenschaften des Krone-Gastspiels allerdings kein größeres Problem, sagt Anna-Lena Janisch: „Entstandene Schäden am Festplatz wurden einvernehmlich beseitigt und die hierfür angefallenen Kosten von Cirkus Krone getragen.“