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Parken mit Folgen

"Einfach unglaublich": Riedlinger ärgert sich über Sigmaringer Behörde

Sigmaringen / Lesedauer: 2 min

Uli Schmid steht kurz auf einem Parkplatz und geht in die Fußgängerzone. Als er zurückkommt, traut er seinen Augen nicht - und greift zum Telefonhörer.
Veröffentlicht:15.07.2023, 11:50

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Kein Bürgerverständnis im Sigmaringer Ordnungsamt? Der Riedlinger Uli Schmid war Mitte Juni in Sigmaringen unterwegs und wollte in einer gebührenpflichtigen Zone parken, bemerkte dann aber, dass er kein Kleingeld dabei hatte.

Daraufhin musste er in eine Bäckerei in der Fußgängerzone gehen, um sich Geld wechseln zu lassen. Zehn Minuten später kam er wieder an seinem Auto an und bemerkte den bereits angebrachten Strafzettel. „Ich glaube nicht, dass ich überhaupt drei Minuten stand, bis mir der Zettel ans Auto gemacht wurde“, sagt Schmid.

Beschwerde bei der Stadt

Nach Erhalt des Strafzettels kontaktierte Schmid das Ordnungsamt Sigmaringen und bat die Angestellte am Telefon darum, die Strafe in Höhe von 20 Euro zurückzunehmen. Zu seiner Enttäuschung reagierte sie anders als erwartet: „Es ist einfach unglaublich, wie die Dame drauf war, ihr Ton war unterirdisch“, sagt Schmid.

Sie erklärte ihm, dass es seine Aufgabe sei, sich im Vorfeld um Kleingeld zu kümmern und hatte wenig Verständnis für ihn. In Riedlingen hatte er einen ähnlichen Fall, erzählt Schmid, dort wurde die Strafe aber zurückgenommen.

Sigmaringer Behörde reagiert

Das Sigmaringer Ordnungsamt erklärt auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“, es seien genug Schilder vorhanden, die die Gebührenpflicht der Parkplätze deutlich machen.

Außerdem gebe es Möglichkeiten, die das Parken auch ohne Kleingeld ermöglichen, wie zum Beispiel im Parkhaus. Eine Geldwechselspanne werde im Einzelfall ebenfalls akzeptiert, „allerdings sei die Zeitspanne von 12 Minuten parken, bei einer Höchstparkdauer von 80 Minuten in einem nicht mehr vertretbarem Bereich“, teilt Claudia Goldstein von der Pressestelle der Stadt mit.