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Steigende Steuerkraft eröffnet neue Spielräume für Investitionen

Neufra / Lesedauer: 3 min

Neufraer Gemeinderat verabschiedet Haushaltsplan
Veröffentlicht:29.03.2017, 18:20

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Steigende Steuerkraft und deutlich höhere Zuführung sorgen in Neufra für einen sehr erfreulichen Haushaltsabschluss im Jahr 2016. Damit bestehen gute finanzielle Möglichkeiten für das Jahr 2017. Der Haushaltsplan wurde festgesetzt mit Einnahmen und Ausgaben von je 6114 563 Euro (Vorjahr 5 357 343 Euro). Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 5 296 799 und auf den Vermögenshaushalt 817 764 Euro.

Die Deckung des Gesamthaushalts im Jahr 2017 kann ohne Kreditaufnahme erfolgen. Der Verwaltungshaushalt erwirtschaftet eine Zuführungsrate von 539 105 Euro. Insgesamt werden 159 764 Euro für die Tilgung der Kredite verwendet. Damit verbleibt eine Nettoinvestitionsrate von 379 341 Euro.

Die Gewerbesteuer ist mit 500000 Euro veranschlagt. Abzüglich der Gewerbesteuerumlage von 100 735 Euro verbleibt bei der Gemeinde der Betrag von 399 265 Euro. Den größten Einnahmeposten im Verwaltungshaushalt stellt der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer dar: 883 230 Euro. Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer beläuft sich auf 66 307 Euro.

Bei den Finanzzuweisungen vom Land erwartet die Gemeinde Zuweisungen in Höhe von 777 473 Euro (+30 710 Euro gegenüber dem Vorjahr). Die Schlüsselzuweisungen betragen in 2017 bei einer Ausschüttungsquote von 70 Prozent 599 064 Euro. Für die kommunale Investitionspauschale wird eine Zuweisung von 178 400 Euro erwartet.

Für bauliche Maßnahmen am katholischen Kindergarten Neufra sind im Vermögensplan 23 000 Euro eingeplant. Für die Umstellung der Straßenbeleuchtung von verschiedenen Straßen sind Ausgaben von 28 000 Euro veranschlagt. Der Eigenanteil der Gemeinde Neufra für die Herstellung eines Eisenbahnlehrpfades beträgt 15 000 Euro.

Für den Neubau des Hochbehälters in Freudenweiler werden Ausgaben von 450 000 Euro eingeplant. Eine Förderung vom Land ist nur bei Einbau einer Druckerhöhungsanlage zu erwarten. Für die Anschaffung eines Fahrzeugs für den Bereich Wasserversorgung werden Mitteil in Höhe von 21 000 Euro vorgehalten.

Die Pro-Kopf-Verschuldung wird zum 31. Dezember 2017 voraussichtlich 703,69 Euro betragen. 2016 waren es noch 789,68 Euro.

„In den nächsten Jahren setzen wir uns mehrere Schwerpunkte“, sagte Bürgermeister Reinhard Traub. Zum einen sei es die energetische Sanierung des Feuerwehrgerätehauses oder ein Neubau. Die Verbesserung der Abwasserbeseitigung sei aber ebenso wichtig wie die Verbesserung der Wasserversorgung Freudenweiler. Die Breitbandversorgung solle mit den derzeit verfügbaren Fördermitteln vorangetrieben werden. „Diese Investitionen können jedoch nur umgesetzt werden, wenn entsprechende Förderungen gewährt werden und sind darüber hinaus nicht ohne Kredite zu finanzieren“, so der Bürgermeister.

Im Haushaltsplan fragte Paul Göckel nach der Ursache der auffallenden Erhöhung der Betriebskosten für die Sammelkläranlage in Gammertingen. Ursache ist der veränderte Verteilerschlüssel, der für die Gemeinde Neufra Mehrkosten verursacht. Die auffallenden Mehrkosten beim Bauhof Neufra sind durch die Beschäftigung eines Langzeitarbeitslosen entstanden.

Gemeinderat Anton Abt fragte nach dem Zeitpunkt der Erschließung im Bebauungsplan Friedhofstraße und erfuhr, dass die Kosten über die Verkaufskosten der Bauplätze abgerechnet werden. Inwieweit eine Einbeziehung der Kosten für die Instandsetzung der Friedhofstraße hier möglich ist, wird geklärt.

Die Abstimmung zum Haushaltsplan 2017 einschließlich der mittelfristigen Finanzplanung 2018 bis 2020 erfolgte einstimmig.