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Piloten und Navigatoren zeigen ihr Können

Mengen / Lesedauer: 3 min

Südwestdeutscher Rundflug findet in Mengen statt – Fliegergruppe macht Angebote
Veröffentlicht:19.06.2019, 18:00

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Präzise navigieren, auf einem Landefeld möglichst genau landen: Beim 61. Südwestdeutschen Rundflug auf dem Flugplatz Mengen am Samstag, 6. Juli, können Motorflugzeug-Piloten ihr fliegerisches Geschick im Navigationsflug unter Beweis stellen. Außerdem informiert die Fliegergruppe Mengen an diesem Tag über ihr Ausbildungsangebot und bietet Schnupperflüge an.

Ausrichter des Rundflugs ist der Baden-Württembergische Luftfahrtverband (BWLV), Gastgeber ist die Fliegergruppe Mengen. Die Veranstaltung findet auf dem Flugplatz statt, die Flugplatz Mengen-Hohentengen GmbH stellt das Areal dafür zur Verfügung. Wie GmbH-Geschäftsführer Jörg Menge berichtet, habe er dafür gesorgt, dass die Veranstaltung nach Mengen kommt. „Ich habe sehr gute Kontakte zum BWLV“, erklärt er. „Das ist ein sehr schönes luftsportliches Event“, freut sich Menge. „Das ist das erste Mal, dass der Südwestdeutsche Rundflug auf dem Flugplatz Mengen stattfindet.“ Er rechne mit etwa 70 Teilnehmern.

Am Start sind einmotorige Kleinflugzeuge, Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge. Geflogen wird in zwei Klassen, der Wettbewerbsklasse, also Fortgeschrittene, und in der Einsteigerklasse. In der Regel bestehen die Besatzungen aus einem Zweierteam, sprich Pilot und Navigator. Bevor die Besatzungen am Wettbewerbstag in ihr Flugzeug steigen, muss vorher anhand von Karten die Flugroute geplant werden.

Zielfeldrichter beobachten genau

Im Flugzeug während des Fluges gilt es dann, beispielsweise Ausschau nach Bodenzeichen zu halten und diese dann zu notieren, bestimmte Wendepunkte zeitgenau zu überfliegen oder später bei der Rückkehr möglichst exakt in einem vorgegebenen Landefeld zu landen. Sogenannte Zielfeldrichter am Boden beobachten dabei den Landevorgang: „Die gucken genau, wo das einzelne Flugzeug aufsetzt“, erläutert Jörg Menge. „Es ist eine Geschicklichkeitsaufgabe.“

Geübt wird beim Rundflugtag auch das Durchstarten beim Landeanflug: So müssen die Piloten noch vor ihrer Rückkehr nach Mengen auch eine Landung im sogenannten Durchstartverfahren absolvieren, und zwar in Laupheim. Alles in allem soll der Südwestdeutsche Rundflug nämlich auch dazu führen, dass die Piloten noch sicherer im Fliegen werden. Außerdem geht es um den Spaß am Fliegen und um den Austausch mit Fliegerkameraden.

Die Fliegergruppe Mengen informiert an diesem Tag alle interessierten Besucher über ihr Ausbildungsangebot. Auf drei vereinseigenen Flugzeugen kann man in dem Verein Fliegen lernen. Die Fluglehrer des Vereins werden anwesend sein und die Ausbildung erklären, auch dürfen Interessenten Schnupperflüge machen. „Wir haben momentan etwa 55 aktive Piloten“, berichtet der Vorsitzende Benjamin Katz. Das Einzugsgebiet reiche dabei bis in die Schweiz.

Der Wettbewerbstag am Samstag beginnt mit einem Briefing um 10 Uhr für die Teilnehmer, anschließend müssen diese Theorieaufgaben lösen. Im Zwei-Minuten-Takt wird ab 12.45 Uhr gestartet, ab etwa 14 Uhr bis zum Wettbewerbsende um etwa 15.45 Uhr kehren die Flugzeuge vom Rundflug zurück. Gerade diese Ziellandungen ab etwa 14 Uhr seien für Besucher interessant, bemerkt Benjamin Katz. Ab 13 Uhr kann man sich zudem über das Fliegenlernen bei der Fliegergruppe Mengen informieren und an Schnupperflügen teilnehmen. Zu finden ist der Standort der Fliegergruppe, wenn man nach Einfahrt auf dem Flugplatz rechts abbiegt. Abends ab 19.30 Uhr gibt es eine Abendveranstaltung für die Teilnehmer mit Siegerehrung.

Schirmherrin des Rundflugs ist Landrätin Stefanie Bürkle. Sollte schlechtes Wetter sein, würde der Wettbewerb am Sonntag, 7. Juli, also einen Tag später, stattfinden. Es sei zwar eine interne Luftsportveranstaltung, sagt Jörg Menge. Doch Zuschauer seien willkommen.