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Flüchtlinge ziehen in neue Tiny-Häuser ein

Inneringen / Lesedauer: 3 min

Weil die Gemeinde keinen Platz mehr für die Flüchtlingsunterbringung hat, stellt sie drei kleine Häuser auf. So sehen die Unterkünfte von innen aus.
Veröffentlicht:01.11.2023, 17:00

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Sie sind klein, eher beengt als gemütlich, aber doch modern eingerichtet: Drei Tiny-Häuser für ukrainische Flüchtlinge stehen seit wenigen Tagen in Inneringen. Pro Haus können vier Personen untergebracht werden.

Zwölf Flüchtlinge ziehen in die Häuser

Die Stadt, so Kämmerer Werner Leipert, habe darauf hingewirkt, dass Familien oder Verwandte zusammen in die Häuser einziehen. Das habe auch größtenteils funktioniert. Am kommenden Montag sollen zwölf ukrainische Flüchtlinge nach Inneringen kommen und in die Häuser einziehen.

In einem der beiden Schlafzimmer steht ein Doppelbett.
In einem der beiden Schlafzimmer steht ein Doppelbett. (Foto: Julia Brunner)

Die Wohnfläche beträgt 36 Quadratmeter, dazu kommt eine 18 Quadratmeter große Terrasse. Vom Eingangsbereich geht es in einen Küchen- und Aufenthaltsbereich mit kleinem Fernseher, Tisch und Stühle.

Die Küche dient gleichzeitig als Aufenthaltsraum.
Die Küche dient gleichzeitig als Aufenthaltsraum. (Foto: Julia Brunner)

Links ist das erste Schlafzimmer mit einem Doppelbett, sowie ein kleiner Abstellbereich. Auf der rechten Seite ist das zweite Schlafzimmer mit zwei Einzelbetten, daneben ein Bad mit Waschmaschine.

Häuser stammen von Ferienhaus-Hersteller

Die Tiny-Häuser hat die Stadt angeschafft, weil für die Flüchtlingsunterkunft kein freier städtischer Wohnraum mehr zur Verfügung stand. Aufrufe bei der Bevölkerung waren nicht erfolgreich.

„Erst haben wir überlegt, Container aufzustellen. Ich bin dann auf eine Firma in Burladingen gestoßen, die auch solche Tiny-Häuser bei sich stehen hat“, sagt Leipert. Die Häuser stammen von einem slowenischen Hersteller für Ferienhäuser.

Anfang des Jahres hat der Gemeinderat sich die Häuser in Burladingen angeschaut, am 24. Oktober wurden sie innerhalb kurzer Zeit in Inneringen aufgebaut. In den kommenden Tagen wird der Wasser- und Stromanschluss fertig gerichtet, dann sind die Häuser bezugsbereit. Derzeit wirkt das Außengelände noch recht karg. Später werden deshalb noch Wege angelegt.

Gemeinderat stellt Privatgrundstück zur Verfügung

Die Gemeinde hatte erst geplant, die Häuser in der Schulstraße in Inneringen aufzustellen. Gegen diesen Vorschlag gab es Widerstand von Bürgern.

Werner Leipert kümmert sich darum, dass die Häuser bezugsfertig sind.
Werner Leipert kümmert sich darum, dass die Häuser bezugsfertig sind. (Foto: Julia Brunner)

Auch der Gemeinderat hat ihn nicht angenommen. Daraufhin wurden zwei in der Brühlstraße und eines in der Römerstraße aufgebaut. In letzterer hat Gemeinderat Simon Teufel ein privates Grundstück für ein Tiny-Haus zur Verfügung gestellt.

„Für die drei Häuser haben wir mit der Erschließung etwa 300.000 Euro gezahlt“, so Leipert. Er sei froh, dass die Häuser fristgerecht aufstellen werden konnten, da die ukrainischen Flüchtlinge am 6. November einziehen sollen. Diese werden auch wie von den Inneringern gewünscht mit einem eigenen Auto kommen, um mobil zu sein.

Wir gehen davon aus, dass es Spenden geben wird, falls noch Dinge gebraucht werden.

Werner Leipert

Dann werden sie von Inneringer Bürger in Empfang genommen, die sich um die Erstbetreuung der Flüchtlinge kümmern. „Die Menschen bringen auch etwas mit. Wir gehen davon aus, dass es Spenden geben wird, falls noch Dinge gebraucht werden“, sagt Leipert.