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Rat setzt Preise fürs neue Baugebiet fest

Hohentengen / Lesedauer: 2 min

Ablösebetrag für die Erschließung liegt bei 31,72 Euro je Quadratmeter
Veröffentlicht:29.06.2014, 16:24

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In der vergangenen öffentlichen Sitzung hat der Gemeinderat Hohentengen die Höhe der endgültigen Erschließungsbeiträge für das Baugebiet „Bremer Mühle“ einstimmig festgelegt. Die hinzukommenden Bauplatzpreise wurden in der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung beraten und beschlossen. Über deren Höhe erhielt die Schwäbische Zeitung auf Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung am Donnerstag keine Auskunft.

Öffentlich beraten und beschlossen wurden lediglich die sogenannten Ablösebestimmungen für das Baugebiet. Käufer müssen nun 31,72 Euro pro Quadratmeter für die Erschließung der Straße, der Wasserversorgung und für Abwasserkanäle zahlen (jeweils bei Faktor 1,0). Dazu kommt der Betrag, die potenzielle Käufer an die Gemeinde Hohentengen für den Grunderwerb zahlen müssen. Der jeweilig individuelle Beitrag wird nach der Größe und Nutzbarkeit des Grundstücks bemessen werden.

Die Gemeinde Hohentengen hat auf dem Baugebiet „Bremer Mühle“ zehn Bauplätze geschaffen. Der beitragsfähige Erschließungsaufwand für die Straße beträgt nach Hochrechnungen der Gemeinde 289314,88 Euro. Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben und der Regelung in der Erschließungsbeitragssatzung trägt die Gemeinde davon einen Anteil von fünf Prozent. Unerwartete Ausgaben wie hatten den Erschließungsaufwand deutlich erhöht. Die notwendige Untergrundverbesserung schlug demnach mit 15543,81 Euro zu Buche.

Mit der Festlegung der Ablösebestimmung hat es die Gemeinde Hohentengen möglich gemacht, für die Käufer einen endgültigen Preis der Erschließung festzulegen. Bürgermeister Peter Rainer erklärte den Gemeinderäten und einigen Zuhörern die Vorteile der konkreten Planbarkeit für die Bauherren. Es seien nun keine separaten Bescheide notwendig und die Bauherren wüssten nun, was sie finanzieren müssten.

Kritik an hohen Kosten

Gemeinderat Josef Binder hielt die hohen Erschließungskosten für problematisch. Mit dem Bau der Ortsdurchfahrt Bremen sei eine günstige Erschließung des Baugebietes in Aussicht gestellt worden, sagte er. Kämmerer Johannes Schnell sah durchaus Vorteile. Immerhin sei nun keine Abbiegespur mehr zu bauen. Zudem hätten keine langen Zuleitungen verlegt werden müssen.