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Hersteller von Fertighäusern

Kampa geht mit Marktführer aus Österreich zusammen

Bad Saulgau / Lesedauer: 2 min

Eine Firma aus dem Nachbarland erwirbt die Mehrheitsbeteiligung. Was das für den Standort Bad Saulgau bedeutet.
Veröffentlicht:13.02.2024, 05:00

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Seit wenigen Wochen ist es amtlich: Elk, der österreichische Marktführer im Fertighaussegment, und der Fertighaushersteller Kampa sind eine Partnerschaft eingegangen, um ihre Präsenz in Österreich und Deutschland auszubauen. Die Firma Elk hat die Mehrheitsbeteiligung erhalten. Was dies für den Kampa-Standort in Bad Saulgau bedeutet.

Kampa bleibt trotzdem ein selbstständiges Unternehmen.

Judith Baumer

Bereits im Sommer 2022 haben die größten Fertighausanbieter ihre Kooperation angekündigt. Seit Anfang Dezember firmieren die beiden Häuser unter dem Namen Elk-Kampa Group. „Kampa bleibt trotzdem ein selbstständiges Unternehmen“, sagt Marketingleiterin Judith Baumer.

Am Standort Bad Saulgau wird demnach weiter produziert, zudem sind dort die kaufmännischen Dienstleistungen, die Buchhaltung und das Personalwesen angesiedelt.

Fokus bleibt auf deutschem Markt

Obwohl die Firma Elk die Mehrheitsbeteiligung erworben hat, bleiben die Organisationen, die Marktidentitäten, die Produktausrichtung und das Management beider Unternehmen unverändert bestehen.

Während Kampa seinen Fokus weiterhin auf den deutschen Markt richtet, wird Elk seine Aktivitäten in beiden Ländern fortsetzen und seine Kompetenz im Bereich des mehrgeschossigen Wohnbaus in Deutschland fortsetzen.

Bei derartigen Mehrheitsbeteiligungen schrillen bei den Mitarbeitern die Alarmglocken, weil sie unsicher sind, ob sie ihren Arbeitsplatz behalten. „Auch in dieser Hinsicht bleibt alles beim Alten“, ergänzt Judith Baumer - vorbehaltlich unvorhersehbarer Situationen. Gerüchte, dass die Firma Kampa nach der Mehrheitsbeteiligung ihren Standort in Bad Saulgau aufgeben würde, dementiert Baumer. „Das stimmt nicht“, sagt sie, könne aber auch nicht die Glaskugel schauen.

Leeres Gebäude wird abgerissen

Jedenfalls bestätigt Baumer auf Anfrage unserer Redaktion Bad Saulgau, dass das seit Jahren leerstehende frühere Verwaltungsgebäude vermutlich noch in diesem Jahr abgerissen werde. Das Gebäude sieht seit langer Zeit danach aus, als würde es im nächsten Moment einstürzen. Ob Kampa dort neu baut, konnte Baumer nicht beantworten. Genau Pläne gebe es offensichtlich noch keine.

Elk und Kampa haben sich zu einer Kooperation entschlossen, um die Kräfte zu bündeln und den Kunden eine gesteigerte Flexibilität und eine verbesserte Stabilität zu ermöglichen. Beide sind gleichermaßen überzeugt, dass diese Kooperation einen erheblichen Mehrwert für Mitarbeiter und Kunden schaffen wird. Gemeinsam wollen Elk und Kampa ihre Position auf dem Markt stärken, Innovationen schneller vorantreiben und den Bau nachhaltiger Wohnlösungen weiter fördern.

Gemeinsames Netzwerk

Ein zentrales Element dieser Partnerschaft ist das gemeinsame Fertigungsnetzwerk, das sich über Deutschland und Österreich erstrecken soll. Durch die Erweiterung auf vier Produktionsstandorte haben beide Unternehmen die Möglichkeit, eine lokale und nachhaltige Transport- und Produktionslogistik umzusetzen.

Zusätzlich dazu sind enge Kooperationen in den Bereichen Einkauf, Montage und Produktentwicklung geplant. „Ich freue mich sehr, mein Lebenswerk durch diese einzigartige Kooperation für die Herausforderungen der Zukunft zu stärken und unsere Präsenz noch weiter auszubauen“, sagt Josef Haas, Eigentümer von Kampa. Gemeinsam mit Elk werde man viel bewegen und dem Holzfertigbau in Deutschland zu mehr Wachstum verhelfen, so Haas.