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Die besten Verkleidungen des Bad Saulgauer Kostümwettbewerbs 

Bad Saulgau / Lesedauer: 3 min

Am Gompiga ziehen traditionell Gruppen durch die Innenstadt. Viele von ihnen punkten mit Kostümen und originellen Auftritten.
Veröffentlicht:09.02.2024, 17:00

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Mit Kreativität, Humor und viel Sinn für Lokalkolorit sind die Phantasiegruppen am Donnerstagabend durch Bad Saulgau gezogen. Viele von ihnen fanden den Weg in die Kleber Post, wo die Jury des Kostümwettbewerbs von Dorauszunft und „Schwäbischer Zeitung“ es sich bequem gemacht hatte.

Mehr als 30 Gruppen sind vorstellig geworden, doch nur 22 flossen in eine Bewertung ein. Denn nur kostümiert zu kommen, reichte der Jury nicht aus. Es muss schon eine Darbietung sein, sei sie auch noch so kurz, ungelenk oder improvisiert. Ab und an wurde somit zumindest der Mut honoriert, vor die Jury zu treten. Das waren in diesem Jahr Sabine Jaschinski, Josef „Beppi“ Zeitler und Walter Beyer als erfahrene Juroren sowie zum ersten Mal SZ-Redakteurin Julia Freyda.

Autorin: Julia Freyda

Die Mehrheit der Phantasiegruppen wurde der Bezeichnung gerecht. Sofort zu Beginn legten die Popcorn-Tüten in Anlehnung an „100 Jahre Kino“ einen fulminanten Start hin, forderten zu einem Film-Quiz mit Emojis heraus, ließen Konfetti über Jury, Tisch und Getränke regnen.

Die Gruppe „Forever Young“ zog mit großen Versprechen vor die Jury. „Lippa, Bussa, großa Zeah, alles machet dia do wonderschea“, wenn es denn eine Schönheitsklinik auf dem Krankenhausareal gibt. Eine einfache Lösung für ein verzwicktes Verkehrsproblem hatten die Gruppe „Mobile Z-Brücke“. Statt eine Ewigkeit über den Standort zu debattieren, schlagen sie vor: „Eine mobile Brücke - ruf eins, zwei, drei... und schon kommt sie bei Dir vorbei.“

Barbie-Puppen und Wischmöpse

Nöte und Sorgen über ausbleibende Züge, ausgestorbene Biere und ausgefallenen Strom gehörten ebenso zum Unterhaltungsprogramm wie imposante Dreigestirne aus Saulgau und Köln sowie der bald erhältliche Sulgamer Wein. Hübsch verpackte Barbie-Puppen und fleißige „Wischmöpse“ aus Fulgenstadt wimmelten umher.

Eine Schar „Kunscht Schachtla“ verblüffte nicht nur mit Kostümierung, sondern auch einem unterhaltsamen Jahresrückblick. Kurzum: Es traten zwar weniger Gruppen vor die Jury als in früheren Jahren, aber deren Mühe um die Belebung der Saulgauer Fasnet war unverkennbar.

Gruppen müssen Gelöbnis ablegen

Juror „Beppi“ Zeitler ließ keine Gruppe ziehen, ohne ihnen ein Gelöbnis abzunehmen: „Wir versprechen, dass wir die Sulgemer Fasnet bereichern und die Lokale - alle Lokale - der Saulgauer Innenstadt besuchen.“ Ob mit oder ohne Aufforderung, der Wunsch der Dorauszunft nach Belebung der Innenstadt scheint erfüllt worden zu sein. Denn manche Gruppe berichtete, dass in Kneipen kaum noch ein Reinkommen möglich war.

Auch in der Kleber Post wurde es mit vorrückender Stunde immer voller. Dass die Jury überhaupt einen Überblick behielt und Fotografin Nicole Frick dennoch alle ins passende Licht rücken konnte, war SZ-Redakteurin Jennifer Kuhlmann zu verdanken. Mit Warnweste und Absperrband kontrollierte sie den Zugang zum Jurytisch, dirigierte auch die wildeste Horde an Ort und Stelle.

Prämierung am Dienstag

Am Ende des Abends standen nach Punkten in den Kategorien Kostüm, Darbietung und Kreativität die Bestplatzierten fest. 120 Punkte waren maximal möglich, auf närrische 111 brachten es die Sieger. Wer das ist, wird am Dienstag, 13. Februar, verraten. Die Gruppen sind eingeladen, ab 10.30 Uhr beim Umzug durch die Innenstadt dabei zu sein. Ab 13 Uhr findet im Stadtforum die Kostümprämierung samt Vergabe der Siegprämien statt.