Spielplatz

Die Verwaltung setzt auf Qualität statt Quantität

Villingen-Schwenningen / Lesedauer: 2 min

Während manche Parks zurückgebaut werden, erfahren andere Aufwertung – Unterhaltungskosten sollen sinken
Veröffentlicht:29.06.2016, 08:09
Aktualisiert:23.10.2019, 14:00

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Jetzt, mit Beginn des Sommers, sind auch die Spielplätze in der Stadt wieder gefragt. Doch nicht mehr überall, wo einst in Villingen-Schwenningen Kinder tobten, kann heute noch gespielt werden.

Anhand eines Entwicklungsplans widmet sich das Stadtbauamt den Spielplätzen in der Doppelstadt. Unter anderem aus Kostengründen wurden und werden einzelne dieser Parks geschlossen. Zehn Prozent der Unterhaltskosten, also jährlich rund 25 000 Euro, möchte die Stadtverwaltung auf diese Weise einmal einsparen. Das hat Folgen: Im Jahr 2014 gab es in der Doppelstadt 85 Kinderspielplätze, heute sind es noch 73.

Bei der Umsetzung des Spielplatzentwicklungsplans verfolge die Stadt den Grundsatz „Qualität statt Quantität“, heißt es auf Anfrage aus der Stadtverwaltung. Geschlossen werden sollen hauptsächlich kleinere „Spielpunkte“ mit Sandkasten und Wipptier, gleichzeitig werden größere Spielplätze durch eine Sanierung aufgewertet. Einzelne Maßnahmen, für die in diesem Jahr insgesamt 87 800 Euro im Haushalt eingeplant sind, wurden bereits umgesetzt, andere sind noch in Arbeit.

Auswirkungen hat das auch auf die Spielplatz-Landschaft in VS-Schwenningen. So wurde bereits vergangenes Jahr ein kleinerer Park am Deutenberg in eine Grünfläche umgewandelt. Dort, wo am Ende des Friedenauer Wegs einst Kinder spielten, wuchert seitdem das Grün. Die Spielgeräte wurden entfernt, nur ein Mülleimer und das verbliebene Gestänge der früheren Sitzbank erinnern noch an den Spielplatz. Dasselbe „Schicksal“ ereilte einen kleinen Spielpunkt an der Ecke Werastraße/Quergasse im Neckarstadtteil. Hier wurde zudem der Fußweg entfernt. Was blieb, sind das Gras und die Bäume.

Der Erhalt weiterer Spielpunkte steht auf der Kippe

Im Gegenzug soll der Spielplatz im Taunusweg aufgewertet werden. Das ist auch für das bloße Betrachterauge nachvollziehbar: Das bunte Klettergestell scheint seine besten Jahre bereits hinter sich zu haben. Die Außenseiten sind mit Farbe beschmiert und auch die beiden Wipptiere sehen wenig einladend aus. Modrig und wenig stabil wirken darüber hinaus die Balken, welche die Schaukel halten. Außerdem soll der angrenzende Bolzplatz erneuert werden.

Die Planung für die Sanierung liegt bereits vor, die Kosten belaufen sich auf 48 500 Euro. Umgesetzt wird die Sanierung laut Mitteilung der Stadt voraussichtlich im Herbst.

Bevor Spielplätze geschlossen werden, prüft dies die Abteilung Stadtgrün. In VS-Schwenningen steht so noch der Erhalt der Spielplätze Ob dem Brückle, Kinzigstraße und Reute-/Brenzstraße auf der Kippe.