Kinderburg

Wehmut: Kindergartenleiterin Christine Bass geht

Denkingen / Lesedauer: 3 min

In den vergangenen Jahren hat die 45-Jährige in Denkingen viel bewegt
Veröffentlicht:29.09.2011, 14:30
Aktualisiert:25.10.2019, 15:00

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Scheiden tut weh. Das spürte auch die bisherige Leiterin der Denkinger Kinderburg, Christine Bass. Sieben Jahre leitete sie die Geschicke der Kinderburg und hinterlässt vielerlei Spuren, was ihr von Seiten der Gemeinde, des Elternbeirates, des Mitarbeiterteams und vor allem von den Kindern selbst bestätigt wurde.

Im Namen der Gemeinde verabschiedete Frank Nann als Stellvertreter von Bürgermeister Rudolf Wuhrer die beliebte Kindergartenleiterin. Nann blickte auf ihre Tätigkeit zurück. Unter mehreren Bewerbern entschied sich der Gemeinderat am 4. Mai 2004 für Christine Bass, was sich als sehr gut für die Kinderburg und den Kindern erwiesen hatte. Sprachförderung, Projekt Holzwerkstatt und Begleitung im Bildungshaus zitierte Nann als Beispiele, wo sich die Scheidende besonders eingebracht hatte. Für ihr Engagement zum Wohle der Kinder und für die besonders gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde dankte Nann mit bewegten Worten und Blumen.

Mit Liedern und Gedichten verabschiedeten sich die Kinder von Christine Bass. Mit Stolz und Freude überreichte jedes Kind eine Rose. Dass Christine Bass jedes Kind zum Abschied liebkoste und drückte, war von ihrer Seite aus eine Selbstverständlichkeit. Das Sprechen viel ihr sehr schwer. Immer wieder mussten die Tränen weggewischt werden. Als Erinnerung schenkte sie „ihren“ Kindern einen kleinen Schutzengel, der sie stets begleiten soll. Nicht umsonst sprachen die Kinder: „Du hast uns Kindern viel gegeben, vielleicht sogar fürs ganze Leben, hast uns begleitet – gab’s mal Streit, warst für uns da, nahmst dir die Zeit. Deine Kraft war grenzenlos, deine Ideen warn grandios. Dein Herz war für alle offen, hast meist den rechten Ton getroffen. Drum sagen wir einfach herzlich Danke.“

Im Namen des Mitarbeiterteams fand Elke Zölner die richtigen Worte. Für diverse Fortbildungen und alle Erneuerungen habe die Kinderburgleiterin stets ein offenes Ohr gehabt. Als Überraschung gab es von den Kindern noch ein Buch, worin jedes Kind zusammen mit den Eltern eine Seite persönlich gestaltet hatte. Auch die Elternvertretung verabschiedete sich in Gedichtform von Christine Bass.

Die 1966 in Osterode geborene Erzieherin wohnt in Tuttlingen-Möhringen. Ab Oktober wird sie in ihrem neuen Wirkungskreis das viergruppige „Kinderhaus“ in Möhringen-Vorstadt leiten.