Buschklinik

Iris und Hermann Schreiyäck helfen mit ihrem Engagement Bedürftigen in Gambia

Schwenningen / Lesedauer: 3 min

Iris und Hermann Schreiyäck helfen mit ihrem Engagement Bedürftigen in Gambia
Veröffentlicht:15.06.2021, 20:17

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Das ehrenamtliche Engagement des Schwenninger Ehepaares Iris und Hermann Schreiyäck für mehrere Buschkliniken in Gambia dauert nun schon fast vier Jahre. Zuvor haben sie eine Klinik auf der Kapverdischen Insel Boa Vista unterstützt. Das Schwenninger Ehepaar unterhält verschiedenste Verbindungen sowohl zu den dankbaren Menschen in Afrika als auch zu Firmen, Familien und Institutionen in Deutschland. Dank ihrer Hilfe konnte bereits zahlreichen Menschen in Gambia geholfen werden – jetzt sogar mit größeren Operationen.

Zu den Firmen in Deutschland zählen besonders die Copia Med in Heiligenzimmern, Aesculap Tuttlingen sowie die Schwenninger Firma Bäramed von Markus Lucke. „Das komplette sterile Verbandsmaterial erhalten wir von unserem treuen Partner, der Copia Med in Heiligenzimmern“, strahlt Hermann Schreiyäck im Gespräch mit unserer Zeitung. „Und von Aesculap sowie von Bäramed konnten wir mehrere hundert chirurgische Instrumente zum Nulltarif entgegennehmen und damit die Kliniken in Batabut, Somita, Kassagne und Salikene versorgen“.

Nachdem Familie Schreiyäck im Frühjahr vier Wochen lang die dankbaren Abnehmer der großen Hilfeleistungen persönlich besucht hat, um sich ein Bild vom Zustand der Kliniken zu machen, konnten von den hilfsbereiten Schwenningern zwei zusätzliche Kliniken in das Hilfsprogramm aufgenommen werden. In der neu im Programm aufgenommenen Klinik in Kanifing können jetzt auch größere Operationen wie beispielsweise mit dem Thorax-Instrument von Aesculap durchgeführt werden.

Für die Klinik in Kapa ist es bedeutend, zuerst einmal mit Verbandsmaterial versorgt zu werden. „Mit unseren bisher gesammelten 1900 Verbandskästen, hauptsächlich von mehreren Autohäusern im Kreis Sigmaringen und Zollernalbkreis, konnten somit weit über 17 000 offene Wunden fachgerecht versorgt werden“, sagt Hermann Schreiyäck. Mit den persönlichen Spenden an bedürftige Familien, dazu zählen Geld- und Sachspenden wie Jogginganzüge vom Katholischen Kindergarten St. Raphael Schwenningen sowie fast 300 T-Shirts der Gemeinde Beuron und Kleiderspenden aus allen Himmelsrichtungen, konnten die Ärmsten der Armen in Gambia unterstützt werden.

Durch die Geldspenden konnten die Schreiyäcks bei ihrem letzten Besuch 900 Kilo Reis und 90 Liter Speiseöl kaufen und verteilen. In 173 Umzugskartons wurden vom Schwenninger Team über eine Hamburger Speditionsfirma während der vergangenen 20 Monate 4,5 Tonnen Spendenmaterial wie Baby-, Kinder- und Erwachsenenkleidung, Bettwäsche und Schuhe aller Größen nach Gambia verschifft.

Neben dem Schwerpunkt Gambia gehören auch Kliniken und Waisenheime in den ehemaligen GUS-Länder Moldawien, Kasachstan, Slowenien, Bulgarien und Rumänien zu den dankbaren Abnehmern der gesammelten Spenden vom Heuberg. „Vom Michaelisstift in Sigmaringen erhielten wir Rollstühle und Rollatoren, die wir über den Verein „Hilfe und Hoffnung“ aus Freudenstadt nach Gambia und in diese Länder verteilen. Der Allgemeinarzt Dr. Markus Kolb aus Meßstetten spendete sogar eine komplette Arztpraxiseinrichtung, mit der wir in Moldawien große Hilfe leisten konnten“, ergänzt Hermann Schreiyäck seinen umfassenden Überblick der Hilfe.

Zahnarzt Keding aus Schömberg überraschte die Familie mit der Spende eines wichtigen Sterilisators, der in Gambia mit großer Freude entgegengenommen wurde und helfe die Hygiene sicherzustellen. „Für unsere künftige Arbeit sammeln wir auch weiterhin Verbandsmaterial, Kleidung aller Art, Schuhe, ganz wichtig ist Bettwäsche und natürlich zur Finanzierung der Transporte und Lebensmittel Geldspenden“, weist Schreiyäck auf die künftigen Aufgaben hin.

Dringend gesucht sind daneben Einmalhandschuhe, Vitaminpräparate, Desinfektionsmittel und Fieberthermometer.