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SERC hält das Spiel beim 1:3 in Köln lange offen

Tuttlingen / Lesedauer: 2 min

Entscheidung für die Haie fällt vor mehr als 14000 Zuschauern erst in der Schlussminute – Gäste hadern mit den Schiedsrichtern
Veröffentlicht:30.11.2014, 20:05
Aktualisiert:24.10.2019, 08:00

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Die Wild Wings haben am Sonntag bei den Kölner Haien mit 1:3 (0:2, 1:0, 0:1) verloren. Die Schwenninger, die von mehr als 600 Fans per Sonderzug begleitet wurden, haderten mit den Schiedsrichtern.

Bei den Gästen fehlten außer den Langzeitverletzten Ryan Ramsay und Stephan Wilhelm auch Sascha Goc. Der Kapitän klagte über Kopfschmerzen und hatte die Fahrt in die Domstadt nicht mitgemacht. Die Haie, die nach vier Siegen in Folge am Freitag in München eine 1:4-Niederlage hatten hinnehmen müssen, gingen nach fünf Minuten in Front. Mike Iggulden überwand SERC-Torwart Dimitri Pätzold. Köln besaß mehr Spielanteile, hätte das 2:0 machen können, Pätzold rettete aber gegen Philip Gogulla.

Doch auch die hart arbeitenden Wild Wings hatten ihre Möglichkeiten. Rob Brown traf aber nur den Außenpfosten des von Danny aus den Birken gehüteten KEC-Tores. Dann kassierten die Wild Wings eine umstrittene Strafzeit. Dan Hacker bekam sie wegen Reklamierens, allerdings war der Szene eine Abseitssituation, die die Referees nicht ahndeten, vorausgegangen. Mirko Sacher saß bei den Schwänen eh schon draußen und so markierten die Haie in doppelter Überzahl durch Ex-NHL-Star Alexander Sulzer das 2:0. SERC-Trainer Dave Chambers ärgerte sich über die Schiedsrichter und wurde richtig laut und zornig.

Zu Beginn des zweiten Drittels kam der SERC in der Begegnung, die kein hochklassiges Eishockey brachte, aber dennoch interessant und sehenswert war, in Unterzahl zum Anschluss. Hacker ließ aus den Birken keine Abwehrchance. Jetzt waren die Schwenninger am Drücker, drängten auf den Ausgleich. Die mitgereisten Fans machten tolle Stimmung. Philipp Schlager schoss aber über den Kasten der Einheimischen.

Das letzte Drittel versprach jede Menge Spannung. Kyle Greentree verpasste den Ausgleich für Schwenningen, auf der anderen Seite blieb Pätzold gegen Ryan Jones Sieger. Beide Teams hatten auch in Überzahl ihre Möglichkeiten. Schwenningen war dran, in Köln zu punkten. Doch die Zeit lief den Schwänen davon. In der Schlussphase nahm Chambers seinen Goalie vom Eis. Die Haie trafen durch Jones in den leeren Schwenninger Kasten zum 3:1-Endstand.

Zur Freude der SERC-Fans fuhr die komplette Schwenninger Mannschaft im Sonderzug zurück nach Villingen-Schwenningen.

Torfolge: 1:0 (5. Minute) Iggulden (Johnson), 2:0 (19.) Sulzer (Holmqvist, Johnson), 2:1 (23.) Hacker, 3:1 (60.) Jones (Gogulla, Lüdemann). - Strafen: Köln zwölf plus zehn Minuten Disziplinarstrafe Falk, Schwenningen zwölf Minuten. - Schiedsrichter: Stefan Vogl (München) und Florian Zehetleitner (Oberstdorf). - Zuschauer: 14152.