Bedrohung

Bedrohung: Polizei ist an Tuttlinger Hochschule präsent

Tuttlingen / Lesedauer: 2 min

Mehrere E-Mails sorgen für den Polizeieinsatz an allen drei Standorten der Hochschule Furtwangen. Ein Mann wurde festgenommen. Mittlerweile läuft der Schulbetrieb wieder.
Veröffentlicht:29.06.2022, 18:15
Aktualisiert:29.06.2022, 18:16

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Einen größeren Polizeieinsatz hat es am Mittwochmorgen in Tuttlingen, Furtwangen und Schwenningen gegeben. Die Beamten gingen von einer Bedrohungslage für die Hochschulen aus.

Grund dafür waren mehrere E-Mail-Nachrichten an die Hochschule Furtwangen, in der sich diffuse Aussagen und Bilder befanden, die als Drohungen verstanden werden konnten. Das Rektorat der Hochschule informierte die Polizei .

Rektorat lässt den Zutritt überwachen

Diese hatte an allen drei Standorten der Hochschule Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen mit höherem Kräfteansatz angeordnet. Das Rektorat veranlasste ihrerseits die Schließung der Eingänge und die Überwachung des Zutrittes. Die Lehrkräfte und Studierenden wurden informiert. Parallel dazu nahm die Kriminalpolizeidirektion Rottweil die Ermittlungen zum Urheber der Nachrichten auf.

"Die Maßnahme in Tuttlingen lief gegen 9.20 Uhr an", erklärt Matthias Preiss , stellvertretender Leiter des Polizeireviers Tuttlingen, auf Nachfrage. Die Drohung sei nicht direkt gegen die Hochschule Tuttlingen gerichtet gewesen. Aber da der Standort Teil der Hochschule Furtwangen ist, sei auch dort Polizeipräsenz notwendig geworden. "Wir haben die Lage fortlaufend bewertet und wären auch in der Lage gewesen, die Schule abzuriegeln", so Preiss weiter.

Bis etwa 13 Uhr war die Polizei vor Ort. Weitere Maßnahmen seien nicht erforderlich gewesen. Preiss: "Wir haben einfach nur Präsenz gezeigt."

Möglicher Verfasser ermittelt

Mittlerweile steht fest, dass es sich beim Verfasser der E-Mails um einen ehemaligen Studenten der Hochschule aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald handelt. Der 37-jährige Mann konnte am Mittag an seinem Wohnsitz von Beamten des Polizeipräsidiums Freiburg widerstandslos in Gewahrsam genommen werden. Die näheren Hintergründe, die zu den Drohnachrichten führten, sind noch nicht bekannt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei in dem Fall dauern an.

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„So traurig und ernst dieser Vorfall ist, er hat doch gezeigt, wie reibungslos und verlässlich die Zusammenarbeit mit der Polizei funktioniert“, berichtet HFU-Kanzlerin Andrea Linke dankbar. „Wir haben uns in dieser Situation sehr gut beraten und zu jeder Zeit sicher gefühlt“, ergänzt auch Rektor Rolf Schofer. Der gewohnte Lehr- und Hochschulbetrieb sei zu keiner Zeit beeinträchtigt worden. In der Entwarnungsmeldung, die die Hochschule zur Mittagszeit veröffentlichte, bedankten sich Linke und Schofer ausdrücklich beim Polizeipräsidium Konstanz für die Zusammenarbeit, ebenso bei den HFU-Angehörigen für deren Kooperation und Ruhe.

Personen, die den Vorfall in Gesprächen aufarbeiten möchten, bot die Hochschulleitung die Vermittlung einer Betreuungsinstitution an.