Anlaufstelle

Gemeinsame Anlaufstelle „GAST“ schließt zum 1. August

Tuttlingen / Lesedauer: 2 min

Zentrale Anlaufstelle für Hilfeanträge ist künftig im Landratsamt
Veröffentlicht:29.07.2022, 11:56

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Die Stadt Tuttlingen und der Landkreis haben vereinbart, zum 1. August die Arbeit in der GAST zu beenden und die Aufgaben in die bestehenden Strukturen der einzelnen Ämter zu überführen. Da die Zugangszahlen aktuell beherrschbar sind, ist dies effizienter und kostengünstiger. Bis Ende des Monats Juli werden die Öffnungszeiten in der GAST sukzessive reduziert. Sollte es erforderlich sein und wieder mehr Flüchtlinge im Landkreis Tuttlingen ankommen, kann die GAST jederzeit reaktiviert werden, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Landkreis Tuttlingen wird ab 1. August beim Kommunalen Jobcenter in der Bahnhofstraße 100 in Tuttlingen eine „Erstanlaufstelle“ für Ukrainerinnen und Ukrainer einrichten, bei der Hilfeanträge gestellt werden können und die Kriegsvertriebenen an die richtigen Stellen geleitet werden. Für diese „Erstanlaufstelle“ stehen Dolmetscher zur Verfügung.

Der Landkreis und die Stadt Tuttlingen hatten am 9. März 2022 eine gemeinsame Anlaufstelle (GAST) für Kriegsvertriebene aus der Ukraine in der Bahnhofstraße in Tuttlingen eröffnet. Dort wurde die erste Welle der in den Landkreis Geflohenen zentral versorgt, registriert, betreut und es wurde Wohnraum zur Verfügung gestellt. Mitarbeiterinnen der Stadt- und der Landkreisverwaltung waren gemeinsam in der GAST tätig und konnten Hilfen aus einer Hand anbieten. Ferner konnten in der GAST die von den Landeserstaufnahmestellen mit Bussen zugewiesenen Ukrainerinnen und Ukrainer zentral versorgt und registriert werden.

„Die GAST hat sich in dieser Zeit sehr bewährt. Ohne diese gemeinsame Anlaufstelle wäre es sehr schwierig gewesen, die vielen Kriegsvertriebenen, die unmittelbar nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine geflohen sind und auch zu uns in den Landkreis kamen, zu versorgen“, betonen Landrat Stefan Bär und OB Michael Beck.

Die Zugangszahlen an Kriegsvertriebenen sind in den vergangenen Wochen zurückgegangen, wenngleich nach wie vor fast täglich Flüchtlinge ankommen. Ferner hat der Bund im Juni entschieden, die Flüchtlinge im Rahmen des Sozialgesetzbuches II („Hartz IV“) zu versorgen und nicht mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das Kommunale Jobcenter des Landratsamtes übernimmt seit 1. Juni die Hilfeleistung für die ukrainischen Kriegsvertriebenen. Von den im Landkreis rund 1600 registrierten Ukrainerinnen und Ukrainern erhalten rund 1400 Personen – darunter meist Frauen und Kinder – Unterstützung vom Landkreis.