Wissenschaftsprojekt

Cleandanube erkundet die schwarze Donau

Tuttlingen / Lesedauer: 2 min

2700 Kilometer langer Schwimm-Marathon und einzigartige Untersuchung des Donauwassers
Veröffentlicht:13.04.2022, 14:37
Aktualisiert:13.04.2022, 14:38

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Das Wissenschaftsprojekt für die Donau „Cleandanube“ erkundet die Schwarze Donau. Bei Immendingen und Möhringen versinkt ein großer Teil des Donauwassers in Schlucklöchern. Bis hinter Fridingen gibt es immer wieder weitere Versinkungs- und Versickerungsstellen. Ein Teil des Wassers taucht in der Aachquelle im Hegau wieder auf. Von dort fließt das Donauwasser über die Radolfzeller Aach in den Bodensee und in den Rhein, und somit mit dem Rhein in die Nordsee. In den riesigen unterirdischen Höhlen und Gängen, in der sogenannten schwarzen Donau, zwischen der Donauversickerung und der Aachquelle, leben Höhlenfische. Andreas Fath und ein Teil seines Teams werden in das Höhlensystem hinabsteigen, um auch dort Wasserproben zu entnehmen.

Am Mittwoch, 20. April, gibt es um 11 Uhr an der Aachquelle die Möglichkeit, dem „schwimmenden Professor“ Fragen zu seinem Projekt zu stellen. Der Aachtopf“ beim Städtchen Aach im Hegau ist die wasserreichste Quelle in Deutschland.

Schwimmen wird Andreas Fath hier noch nicht. Der offzielle Schwimmstart wird in Ulm erfolgen, am Freitag, 22. April. Jedoch werden die Wasserproben aus der schwarzen Donau und dem Aachtopf einfließen in die Analyse-Daten des gesamten Flusses. Tatsächlich dreht sich beim Projekt „Cleandanube“ alles um die Qualität des Donauwassers, die der Forscher und sein Team über 2700 Flusskilometer unter verschiedenen wissenschaftlichen Fragestellungen untersuchen werden. „Ich schwimme im Dienst der Wissenschaft“, erläutert der Hochschullehrer. „Mein Ziel ist es, eine umfassende Bestandsaufnahme der Inhaltsstoffe des Donauwassers, insbesondere der für die Wassergüte bedenklichen Substanzen, zu erstellen.“

online über die Website www.cleandanube.org und bei Facebook unter https://www.facebook.com/cleandanube sowie bei Instagram unter https://www.instagram.com/cleandanube verfolgen. In der Karte auf der Website www.cleandanube.org ist der aktuelle Aufenthaltsort des Schwimmers ab dem Schwimmstart live verfolgbar.

Das Projekt Cleandanube möchte geflüchtete Kinder aus der Ukraine unterstützen, indem an den Etappenorten vom 19. April (Furtwangen) bis 6. Mai (Wien) Sachspenden gesammelt werden.