Bildungslandschaft

Bildung: Neues Gymnasium kommt an

Tuttlingen / Lesedauer: 2 min

Fritz-Erler-Schule registriert 150 Interessenten für neues sozialwissenschaftliches Angebot
Veröffentlicht:30.05.2011, 19:15
Aktualisiert:25.10.2019, 18:00

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Die Bildungslandschaft im Landkreis Tuttlingen ist ab dem kommenden Schuljahr um eine weitere Schule reicher. Die Fritz-Erler-Schule in Tuttlingen bietet ab Herbst ein Sozialwissenschaftliches Gymnasium an. Schulpräsident Siegfried Specker überreichte Landrat Guido Wolf MdL und Schulleiterin Ursula Graf am Montag die so genannte Einrichtungsverfügung. Neben dem Wirtschaftsgymnasium, dem Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium und dem Biotechnologischen Gymnasium ist das Sozialwissenschaftliche Gymnasium nun das vierte Berufliche Gymnasium an der Fritz-Erler-Schule, das zur allgemeinen Hochschulreife führt. Insgesamt unterrichten die Fritz-Erler-Schule derzeit über 1500 Schüler.

Die beruflichen Gymnasien mit einer kaufmännischen und einer technischen Ausrichtung seien im Landkreis Tuttlingen bereits stark vertreten, sagte Schulpräsident Specker. „Der Bedarf an einer Qualifikation mit einem sozialen Profil wächst aber“, sagte Specker, der vor seinem Wechsel nach Freiburg selbst die Fritz-Erler-Schule geleitet hat. Der Schwerpunkt des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums liegt auf den Fächern Pädagogik und Psychologie. Die Qualifikation sei unter anderem geeignet für Schüler, die sich für einen Beruf als Diplom-Pädagoge, Soziologe oder Fachkraft für Personalentwicklung interessierten. „Es stehen ihnen aber viele Berufe und Studiengänge offen.“

„Keine Konkurrenz“

Speckers Vorhersage, die neue Schule werde auf starke Nachfrage stoßen, bestätigte Schulleiterin Graf mit eindrucksvollen Zahlen. Für die 31Plätze liegen 150 Bewerbungen vor. Der Landrat äußerte sich überzeugt, die neue Schule werde die bestehenden Gymnasien und Berufskollegien nicht schwächen. „Wir sprechen ein zusätzliches Potential an bildungshungrigen Menschen an.“ Wolf machte deutlich, dass viele Schulstandorte an einem Sozialwissenschaftlichen Gymnasium interessiert sind, die Fritz-Erler-Schule aber aufgrund der Voraussetzungen den Zuschlag erhalten hat. Eine der Voraussetzungen ist, wie Graf erläuterte, dass die Fritz-Erler-Schule dank ihrer Fachschule für Sozialpädagogik bereits über sehr gute Lehrkräfte für das neue Gymnasium verfüge. Auch die räumlichen Voraussetzungen seien vorhanden. Die Schule sei nun aber voll ausgelastet. „Unsere Schule ist in den vergangenen zehn Jahren um 500 Schüler gewachsen, ohne dass der Platz zugenommen hat.“