Juniorenklasse

ASV freut sich über zwei U23-EM-Titel

Tuttlingen-Nendingen / Lesedauer: 2 min

Die Moldawier Victor Ciobanu und Daniel Cataraga sind nicht zu stoppen – Peter Öhler wird Fünfter
Veröffentlicht:30.03.2015, 13:45
Aktualisiert:24.10.2019, 04:00

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Bei den erstmals ausgetragenen Ringer-Europameisterschaften der Klasse U23 haben am Samstag mit Victor Ciobanu und Daniel Cataraga zwei Ringer des ASV Nendingen den Titel geholt. Außerdem sicherte sich Peter Öhler den fünften Platz. Frühzeitig ausgeschieden ist dagegen Alexander Semisorow.

Da der Übergang von der Juniorenklasse in den Aktivenbereich für viele Ringer einen großen Sprung bedeutet, sind diese Meisterschaften eingerichtet worden. Im polnischen Walbrzych wurden diese Titelkämpfe mit starker Beteiligung durchgeführt.

Während Semisorow für den Deutschen Ringer-Bund (DRB) im Freistil schon nach einer Punkt-Niederlage gegen den Moldawier Maxim Perpelia seine Hoffnungen vorzeitig begraben musste, startete Öhler im klassischen Stil mit zwei Siegen gut in das Turnier. Mit Punktsiegen gegen den Ukrainer Yevheni Saveta und den Aserbeidschaner Orkhan Nuruyew stieß der Schwarzwälder ins Halbfinale vor.

Niederlage gegen Toumas Lahti

Dort unterlag er dem späteren Silbrmedaillen-Gewinner Toumas Lahti aus Finnland nach Punkten. Im Kampf um Bronze führte Öhler gegen den Russen Kukuri Kirtskahia bis 25 Sekunden vor Schluss 1:0 und unterlag dann unglücklich entscheidend. Dennoch darf sein fünfter Platz als Erfolg gewertet werden.

Noch besser schnitten die beiden aus Mioldawien stammenden Victor Ciobanu und Daniel Cataraga ab. Große Konkurrenz hatte Victor Ciobanu in der Klasse bis 59 Kilogramm (G). Mit einem Schultersieg gegen einen Bulgaren und einem Überlegenheitssieg gegen einen Serben stieß er ins Viertelfinale vor. Hier hatte er gegen Vazgen Khatchatrian (Armenien) beim 3:2 größeren Widerstand zu überwinden. Weniger Probleme hatte er gegen Eldaniz Azizli (Aserbeidschan) im Halbfinale, in dem er mit 6:2 den Sprung ins Finale schaffte.

Tolle Aktion bringt den Sieg

Hier gab es gegen Zaur Kabolev (Russland) einen erbitterten Kampf. Der Russe ging nach einer umstrittenen Wertung früh 3:0 in Führung. Trotz aller Bemühungen lag der ASV-Ringer bis kurz vor Schluss1:3 zurück. Zwei Sekunden vor dem Ende setzte er alles auf eine Karte und übersprang seinen Gegner mit einem sogenannten „Eichhörnchensprung“ auf dessen Rücken. Dadurch konnte er ihn zu Boden reißen und mit den Sieg mit 5:3 erringen.

Weniger Mühe hatte ASV-Neuzugang Daniel Cataraga in der Klasse bis 71 Kilogramm (G). Mit einer starken Leistung gewann er gegen alle seine Gegner vorzeitig technisch überhöht. In der ersten Runde besiegte er den Kroaten Vedran Luketin 13:3. Auch den Weißrussen Tsimur Berdyiev beherrschte er beim 11:2 genauso wie im Halbfinale den Russen Aleksei Kiiankin 8:0. Als im Finale auch der Schwede Daniel Soini beim 10:2 ohne Chance war, hatte Cataraga als der wohl souveränste Sieger dieses Turniers sein Meisterstück gemacht.