Urnenwand

Urnenwände sorgenweiter für Diskussionen

Trossingen / Lesedauer: 2 min

Der Schuraer Friedhof verändert sein Gesicht
Veröffentlicht:30.05.2011, 15:45
Aktualisiert:25.10.2019, 18:00

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Ende 2010 ist auf dem Friedhof in Schura eine zweite Urnenwand aufgestellt worden. Zwei Plätze sind bereits belegt. Auch wenn die Nachfrage bei den Hinterbliebenen nach diesen pflegeleichten Ruhestätten groß ist, so bleibt das Unverständnis bei einigen, weswegen Blumen dort verboten sind.

Immer wieder käme es vor, dass vor den Urnenwänden Blumen stünden. Dies verstoße jedoch gegen die Friedhofsordnung, so Ortsvorsteher Dieter Kohler . „Von Zeit zu Zeit entfernen wir deshalb die Gestecke.“ Ortschaftsrat Willy Link forderte mehr Konsequenz: „Jemand, der ein Urnengrab will, muss sich darüber im Klaren sein“.

Das anonyme Grabfeld gegenüber den Urnenwänden sei derzeit mit drei Urnen belegt, so Kohler. Neu auf dem Schuraer Friedhof ist der Rasengrabteil. Das erste von sechs möglichen Urnengräbern ist nun belegt, ebenso ist Platz für Erdbestattung in diesem separaten Grabfeld neben den Urnenwänden. Auch hier müssen die Hinterbliebenen auf Grabschmuck verzichten - diesen sieht die Friedhofsordnung bei diesen Gräbern nicht vor.

Doch nicht nur bei den Gräbern, auch bei der gärtnerischen Gestaltung des Friedhofs soll es künftig Neuerungen geben. Bauhofleiter Rainer Hils erklärt, dass auf den wenig benutzten Schotterwege künftig Gras wachsen solle.

Da viele Gräber nicht mehr gepflegt und teilweise die Grabsteine schon abgebaut sind, ist sich der Ortschaftsrat Schura einig, dass die beiden hinteren Reihen des Einzelgräberfeldes im Herbst komplett geräumt werden sollen.

Alle diese Gräber haben die Liegezeit von 23 Jahren – eventuell im Grab befindliche Urnen die Nutzungszeit von 15 Jahren – dann bereits überschritten. Die Angehörigen werden von der Trossinger Friedhofsverwaltung rechtzeitig über den Termin informiert.