Jubiläumskonzert

Beifallsstürme beim Jubiläumskonzert

Aldingen / Lesedauer: 3 min

Aldinger MV bietet zusammen mit Aldingen-Remseck beste Unterhaltung
Veröffentlicht:01.05.2016, 19:01
Aktualisiert:23.10.2019, 16:00

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Aldingen – Ein abwechslungsreiches Jubiläumskonzert mit einem unterhaltsamen Programm hat Vorsitzender Karl Jung versprochen gehabt. Und das war nicht übertrieben: Der Musikverein Aldingen feierte in der Erich-Fischer-Halle seinen 140. Geburtstag und präsentierte sich einem sehr großen Publikum mit einem fulminanten Melodienreigen von seiner besten Seite. Und Beifallsstürme waren programmiert.

Schon beim ersten, mit den Musikschülern vorgetragenen Stück, „A Song for you“, ist der Funke übergesprungen. Dann zeigte die Nachwuchsgruppe, was sie bei Annika Linz gelernt hat. Zu hören waren drei Stücke von E. N. Ammerbach: „Djingalla“, „Traummelodie“ und ein „Tanzlied aus Flandern“. Doch danach ließ das Publikum die Nachwuchsmusiker noch nicht gehen. Erst erklatschten sich die Zuhörer eine Zugabe, bevor die Kinder die Bühne verlassen durften. Sie hatten an diesem Tag ein ziemlich großes Pensum zu absolvieren. Denn der Auftritt abends war der zweite, morgens spielten sie schon beim Schnittstellenkonzert in der Musikschule Trossingen.

Dann gehörten die Bühne und die volle Aufmerksamkeit des Publikums der Jugendkapelle unter der Leitung von Karl Jung. Mit großem Schwung ging es weiter mit „Rock for Daddy“ von Peter Alber. Dann wurde das Publikum nach Mexiko entführt. Zu „Dos Muchachos“ von Dick Ravenal setzen sich drei Jungtrompeter Sombreros auf. Noah Keil, Lorenz Tepes und Luca Anagnostopoulos zeigten ihr Können auf den im Scheinwerferlicht glänzenden Blasinstrumenten. Mit Adeles „Rolling in the Deep“, arrangiert von James Kazik, endete eigentlich dieser Programmteil. Doch die Zuhörer wollten wieder mehr, was sie natürlich auch bekamen.

Gemeinsam mit den Aktiven ging es in die Welt von Winnetou und Old Shatterhand mit einem Stück von Martin Böttcher. Vor dem geistigen Auge sah man unweigerlich Pierre Price als Apachenhäuptling auf seinem Pferd durch die raue Natur galoppieren, wie er es in den Winnetou-Filmen unzählige Male getan hat. Es folgte „Irish Dream“ von Kurt Gäble und damit ein Ausflug in die grüne Welt von Irland.

Nach einer kurzen Umbaupause eroberten die Musiker aus Aldingen-Remseck die Bühne und das Publikum. Bevor es märchenhaft wurde, gratulierte die Vorsitzende Petra Köster zum 140. Geburtstag. „Wir haben ja erst die Hälfte geschafft, mit 70 Jahren.“ Doch zusammen seien die Aldinger Musikvereine 210 Jahre alt, was auch auf einem Schild dokumentiert ist. Und dieses überreichte Petra Köster zusammen mit Julia Leitenberger Karl Jung.

Märchenhaftes aus Remseck

Stücke aus dem Märchenbuch hatten die Musiker aus Remseck mit Peter Pfeiffer als Dirigent mitgebracht. Es begann mit „Hänsel und Gretel“, einer Ouvertüre von Engelbert Humperdinck, der ja hauptsächlich als Schlagersänger bekannt ist. Auf Gullivers Reisen von Bert Appermont wurden die Zuhörer mit dem Schicksal des Seefahrers konfrontiert, der erst in Lilliput landet, dann in Brobdingag bei den Riesen, im Anschluss auf der fliegenden Insel Laputa und schließlich in The Houyhnms, im Land der Pferde.

Bei den Mary Poppins-Stücken von R. M. Sherman dürfte so mancher insgeheim mitgesummt haben, denn diese Lieder, vor allem „Superkalifragilistikexpialigetisch“, sind einfach unvergesslich. Mit dem Don Quixote Marsch über den „Ritter von der traurigen Gestalt“ von Theo Ruprecht setzten die Musiker einen ganz besonderen Schlusspunkt, denn sie ließen urplötzlich Konfetti regnen.

Nach der Pause übernahm der Musikverein Aldingen, Kreis Tuttlingen, unter der Leitung von Leonhard Baumann. Präsentiert wurden „Salemonia“ von Kurt Gäble und die „Feuerwerks-Musik“ von G.F. Händel. Nach der Ehrungsrunde glänzten die Musiker mit „Erinnerungen an Zirkus Renz“ und einem Xylophon-Solo von Ramona Jung, gefolgt von einem musikalischen Reigen an Robbie Williams-Melodien und dem Hauptstück „Let Me Entertain You“ von Don Campell. Zum Abschluss wurden die Zuhörer wieder in die Western-Welt versetzt. Mit „Moment for Morricone“ von Rob Sebregts wurde das Lied vom Tod gespielt.

Ein imposantes Bild bot sich dem Zuschauer, als sämtliche Musiker, aus Aldingen, Kreis Tuttlingen, und Aldingen-Remseck gemeinsam auf der Bühne standen. Schöner kann ein Jubiläumskonzert nicht enden.