Standortvorteil

Firma Kauth zur Spaichinger Klinik: „Gute gesundheitliche Versorgung ist Standortvorteil“

Spaichingen / Lesedauer: 2 min

Denkinger Firma Kauth warnt vor einer Schließung des Spaichinger Krankenhauses
Veröffentlicht:28.02.2019, 16:01
Aktualisiert:22.10.2019, 12:00

Von:
Artikel teilen:

Die Firma Kauth, ansässig in Denkingen, beschäftigt rund 300 Mitarbeiter am Standort und nimmt Stellung zur geplanten Schließung der Klinik in Spaichingen . Eine funktionierende Gesundheitsversorgung sei ein wichtiger Standortvorteil für Unternehmen.

In der heutigen Zeit, und vor allem in der Wirtschaft, sei es ein normaler Vorgang, Einheiten zu bündeln und die Prozesse zu verbessern oder zu vereinfachen. Kosteneinsparung und einfachere Abläufe seien somit schnell und effektiv zu erzielen. Betrachte man die Pläne zur Schließung des Spaichinger Krankenhauses rein von der finanziellen und wirtschaftlichen Seite, „ist das Handeln sicher korrekt“.

Im Fall des Spaichinger Krankenhauses gehe es nicht nur um ein positives Geschäftsjahr. „Eine gute gesundheitliche Versorgung ist ein wesentlicher Standortvorteil für alle Firmen im Umkreis.“ Jüngst, bei der Auswahl für den Standort in Windsor/Kanada, sei die Frage nach der medizinischen Versorgung ganz oben auf der Auswahlliste gewesen. „Für alle Firmen im Raum Spaichingen ist daher eine Notaufnahme 24/7 unverzichtbar und muss gewährleistet sein.“

Hauptthema Personalmangel

Das Hauptthema Personalmangel werde gerne als Grund für die Schließung genannt. Mittelständische Unternehmen im Bereich der Wirtschaft hätten hier dieselben Probleme. Nicht nur im Gesundheitswesen fehlten massiv Fachkräfte. „Jammern bringt leider nichts. Man muss nach neuen Lösungen und Ausbildungsmöglichkeiten schauen und diese fördern“, so Geschäftsführer Christian Kauth.

Am einfachsten sei es natürlich, die Abteilungen nach Tuttlingen zu übertragen und den Standort in Spaichingen zu schließen. „Es fehlt in diesem Fall der Biss und die Anstrengung, den besten Service für seine Kunden/Patienten zu bieten, so wie es in der Wirtschaft tagtäglich verlangt wird,“ sagt Christian Kauth.

Zusätzlich würden in den kommenden Jahren viele Hausarztpraxen schließen. „Aktivitäten von Kreis und Städten hierzu sind auch dürftig.“ Vor allem die Notaufnahme in Spaichingen werde daher einen deutlich höheren Zulauf erfahren. Die Notaufnahme in Tuttlingen, mit der aktuellen Verkehrsanbindung, sei für einen deutlichen Zuwachs an Patienten nicht ausgelegt. Eine Verteilung auf einen weiteren Standort, speziell für die Erstversorgung, ist daher aus Sicht der Firma Kauth unumgänglich. „Das heißt: ohne Spaichingen geht es nicht!“

Die Firma Kauth bittet daher alle Kreisräte, die Entscheidung zu überdenken. „Hier geht es nicht um eine finanzielle Entscheidung, es geht um eine vernünftige gesundheitliche Versorgung im Kreis.“