Pokalgewinn

FCF erzielt zum richtigen Zeitpunkt die Tore

Frittlingen / Lesedauer: 3 min

SVS-Trainer Nico Vetere beklagt im Bezirkspokalendspiel „Totalausfall der gesamten Mannschaft“
Veröffentlicht:31.05.2013, 14:30
Aktualisiert:25.10.2019, 00:00

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Der FC Frittlingen hat seine erfolgreiche Saison 2012/13 am Donnerstag gekrönt. Mehrere Wochen nach dem frühzeitigen Gewinn der Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga B, Staffel 2, sicherte sich die Mannschaft von Spielertrainer Michael Schnee den Pokalgewinn.

Angespornt von der guten Kulisse von rund 800 Zuschauern auf dem Dürbheimer Sportgelände bestätigten die FC-Kicker ihre bisherigen Leistungen. Mit der FSV Schwenningen und dem SC 04 Tuttlingen hatten sie bereits zwei Bezirksligisten, mit dem TSV Böhringen und den Nachbarn SC Wellendingen zwei Kreisliga-A-Vertreter in den vorherigen Runden ausgeschaltet. Der 3:1-Sieg im Finale gegen den SV Spaichingen war verdient.

„Wir hatten uns viel vorgenommen, an unsere Chance geglaubt und verdient gewonnen“, freute sich Michael Schnee. Der Spielertrainer weiter: „Wir wussten, das Spaichingen technisch eine gute Mannschaft hat, wollten den Gegner von unserem Tor fernhalten. Das ist uns ganz gut gelungen. Wir haben kompakt gestanden und nur Fernschüsse zugelassen.“. Im Gegensatz zum höherklassigen Gegner waren die Frittlinger auch im Spiel nach vorne gefährlicher. Sie entwickelten bei ihren wenigen Angriffen Zug zum Tor und suchten entschlossen den Abschluss. Schnee: „Wir können schnell nach vorne umschalten. Das ist uns im Finale auch gut gelungen.“

Und ein Funktionär des FCF ergänzte: „Wir haben immer zu den richtigen Zeitpunkten die Tore geschossen.“ Das Stimmt. Das 1:0 fiel zwölf Sekunden nach dem Anspiel, das 2.1 wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff und das 3:1 nach genau einer Stunde Spielzeit. Das dritte Tor raubte den schwachen Prmstädtern die letzten Hoffnungen.

Beim SV Spaichingen war man enttäuscht. So schwach und leblos hatte man die Mannschaft in dieser Saison noch nicht gesehen. „Das war eine bittere Niederlage“, sagte Nico Vetere. „Wir waren gegenüber dem 9:2-Sieg vier Tage zuvor in Rottweil nicht wiederzuerkennen. In einem Endspiel sollte Leidenschaft und Laufbereitschaft da sein. Das war bei uns nicht der Fall. Es war ein Totalausfall der gesamten Mannschaft.“ In der Halbzeit hatte der Coach noch versucht, seine Spieler wachzurütteln – vergeblich. Auch in den zweiten 45 Minuten fehlte die Entschlossenheit, dem Spiel noch eine Wende zu geben. „Wir haben keine Zweikämpfe gewonnen und keinen Biss gezeigt. Wir waren wie gehemmt, sind alle geschockt“, sagte Vetere. Wehmütig dachte der Trainer an das vorherige Pokalfinale zurück, als seine Mannschaft diese Tugenden alle präsentierte und die SG Deißlingen 3:0 bezwang.

Seine nächste Aufgabe ist es nun, die Mannschaft wieder aufzurichten. In der Punkterunde spielt der SVS noch am Sonntag daheim gegen den SV Gosheim und eine Woche darauf beim FC Hardt.