Teilhabegesetz

Kritischer Blick auf Planung zum Teilhabegesetz

Schramberg-Heiligenbronn / Lesedauer: 2 min

Angehörigentag der Stiftung St. Franziskus bietet Austausch und viel Fachliches
Veröffentlicht:31.10.2018, 20:17
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

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(pm) - Über hundert Angehörige und Betreuer sind der Einladung der Stiftung St. Franziskus zum Angehörigentag für erwachsene Bewohner nach Heiligenbronn gefolgt. Mit dabei auch Angehörige von Bewohnern des Spaichinger Hauses St. Agnes. Margarete Schon ist Vorsitzende des Beirats.

Für die Eltern, Verwandten oder Betreuer der erwachsenen Bewohner mit Behinderung in den Wohn-, Förder- und Werkstattbereichen von St. Antonius Rottweil, St. Agnes Spaichingen und den Gruppen in Heiligenbronn besteht mit dem Angehörigentag seit vielen Jahren eine beliebte Plattform zur Begegnung.

Die Angehörigen kommen aus ganz Baden-Württemberg und teils darüber hinaus, erläutert Erich Fuchs , Bereichsleiter Wohnen und Fördern. Fuchs wies in seinem Vortrag auf die neuen Leiterinnen der Behindertenhilfe, Andrea Weidemann und Nicole Bauknecht, und den Abschied von Roland Flaig und Andrea Wanka aus diesem Bereich hin. Julian Link nutzte die Gelegenheit, sich ebenfalls vorzustellen. Der Arbeitserzieher leitet seit 1. September den Berufsbildungsbereich der Werkstatt in Heiligenbronn.

Strukturelle Veränderungen in den therapeutischen Wohngruppen, Planung und Dokumentation in der Behindertenhilfe sowie Umstrukturierung und Vernetzung der fachdienstlichen Beratung waren weitere Themen, die Fuchs ausführlich behandelte. Hinweise auf die verzögerten Planungen der Neubauten und die Problematik des Behindertenteilhabegesetztes (BTHG) rundeten den Vortrag ab.

Die Arbeit der Angehörigenvertretungen auf Landes- und Bundesebene umriss Margarete Schon. Die langjährige Vorsitzende des Angehörigenbeirats der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn, deren Kind in Spaichingen St. Agnes wohnt, wies etwa auf den Sieben-Punkte-Plan der Landesarbeitsgemeinschaft der Eltern, Angehörigen und gesetzlichen Betreuer von Menschen mit geistiger Behinderung zum Thema Gesundheit hin. Der Plan betrachte vor allem die Begleitung und Behandlung von besonderen Menschen in Kliniken und die dazu gehörende Finanzierung. Durchaus kritisch fiel ihr Blick auf die geplante Umsetzung des BTHG und den damit laut bisherigen Planungen erhöhten Aufwand für Angehörige aus.

Margarete Schon verwies auch auf die neue Website der Stiftung, auf der auch ihre Kontaktdaten vermerkt sein werden. Schons Frage, wie weit die Stiftung mit der Suche nach einer palliativen Begleitperson sei, konnte Erich Fuchs positiv beantworten: Eine Mitarbeiterin werde eine entsprechende Fortbildung besuchen.

Aus den Reihen des Angehörigenbeirats in Heiligenbronn präsentiert sich ein Kandidat für die Beiratswahlen des Caritas-Fachverbands Behindertenhilfe und Psychatrie, der Angehörigenvertretung auf Bundesebene. Schons Stellvertreter Armin Schwarz wird am 14. November als Kandidat für den Südwesten der Republik nach Berlin reisen.