Täuschungsversuch

Southside-Bandcontest wird wegen manipulierter Stimmen teilweise wiederholt

Neuhausen ob Eck / Lesedauer: 2 min

Schwaebische.de hat eine der teilnehmenden Bands wegen manipulierter Stimmen disqualifiziert. Jetzt wird der Bandcontest, dessen Gewinner beim Southside-Festival spielen darf, teilweise wiederholt.
Veröffentlicht:13.03.2019, 11:14
Aktualisiert:22.10.2019, 11:00

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Der Southside-Bandcontest von Schwäbische.de muss um eine Runde verlängert werden, da Social-Media-Experten von Schwäbische.de in der Analyse der Instagram-Votes ein Täuschungsversuch aufgefallen ist. Die Band „Roadstring Army“ aus Ulm hat auffällig viele Votes in jeweils größeren Schüben verzeichnet, die nach genauerer Betrachtung zu einem bedeutenden Teil von offensichtlichen Fake-Accounts stammen. Dieser Sachverhalt lag bei jedem Battle vor, an dem die Band teilgenommen hat. Die Zahl der gefälschten Votes ist jeweils so groß, dass von einem wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis der Abstimmungen auszugehen ist.

Auftraggeber der gefälschten Votes bleibt unklar

Aktuell lässt sich nicht abschätzen, ob die Band selbst oder Dritte - zum Beispiel ein übereifriger Fan - für die Fake-Votes verantwortlich sind. Schwäbische.de muss die Band aus Gründen der Fairness gegenüber allen anderen Teilnehmern aber trotzdem und schweren Herzens disqualifizieren.

„Wir bedauern es sehr, dass dieser Schritt im Sinne eines fairen und transparenten Wettbewerbs notwendig ist und verurteilen jedeweden Versuch von Beteiligten oder von Dritten, den Wettbewerb mit unfairen Mitteln zu beeinflussen. Schwäbische.de legt größten Wert auf einen fairen Contest und kann diese gefälschten Votes daher nicht anerkennen“, sagt Hagen Schönherr, Leiter der Digitalredaktion von Schwäbische.de. Schuldzuweisungen an die ausgeschiedene Band seien zum aktuellen Zeitpunkt aber nicht gerechtfertigt.

Die Band selbst gibt an, nichts von den gefälschten Stimmen gewusst zu haben. „Vielleicht hat es jemand gut gemeint mit uns“, sagt Sänger Sebastian Seliger kurz nach Bekanntgabe der Entscheidung in einer Instagram-Story. Im Namen der Band äußert er Verständnis für die Disqualifikation: „Letzten Endes ist das eine sportliche Veranstaltung. Da steht die Fairness im Vordergrund. Deshalb sehen wir ein - auch wenn wir das nicht selbst beeinflusst haben -, dass es einfach nur fair gegenüber allen anderen ist, wenn wir jetzt aus dem Wettbewerb austreten.“ Gerichtet an die Fans und betont er: „Seid nicht sauer. Die Entscheidung geht völlig in Ordnung.“

Das aktuelle laufende Battle auf Instagram wird nun abgebrochen, die Band Maximilian Jäger zieht in ein vertagtes Finale am Donnerstag ein und tritt dann gegen den Sieger des nun folgenden Battles zwischen „Grup Huub“ und „Einmal mit Profis“ an - die jeweils im Battle gegen „Roadstring Army“ aufgrund der gefälschten Stimmen ausgeschieden waren.