Holzpreis

Kolbingen erhöht Holzpreis auf 59 Euro pro Festmeter

Kolbingen / Lesedauer: 2 min

Wald bringt vorraussichtlich auch 2015 hohen Gewinn
Veröffentlicht:28.11.2014, 15:27
Aktualisiert:24.10.2019, 08:00

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Kolbingen (pa) – Bei der jüngsten Waldbegehung haben Forstamtsleiter Leo Sprich und Revierförster Thomas Andreas die Gemeinde Kolbingen über die aktuellen Brennholz-Preise und Verkäufe, die künftige Waldbewirtschaftung und das Jahr 2014 informierten.

In den kommenden Monaten werden eund 3700 Festmeter (fm) Nadel-, Laubstamm- und Buchenbrennholz eingeschlagen. Für den Brennholzbedarf in der Gemeinde orientiert man sich am Verkauf der Vorjahre. Man stellt rund 450 fm für den Bedarf am Ort zu Verfügung. Das Stammholz wird an Großverbraucher verkauft und als erstes zur Abfuhr in Poltern bereitgestellt.

Forstverwaltung setzt auf Naturverjüngung

Erst danach wird das Brennholz für den örtlichen Bedarf im Frühjahr 2015 versteigert. Bisher lag dabei der Anschlagpreis bei 55 Euro pro fm. Da die Gemeinde dem Forstbetrieb die Mehrwertsteuer berechnen muss, hat sich der Gemeinderat auf einen Anschlagspreis von 59 Euro geeinigt.

Die Planungen für das Forstwirtschaftsjahr 2015 sehen Einnahmen von 243 000 Euro vor. Denen stehen geplante Ausgaben von 193 000 Euro gegenüber.

Rund 1,6 Hektar der 710 Hektar großen Waldfläche sollen als Kulturenanbau, 8,5 Hektar als Kultursicherungsanbau dienen. Die Forstverwaltung setzt stark auf Naturverjüngung. 2014 werden keine Laubbäume, Tannen und Fichten gepflanzt – Lediglich 350 Douglasien und 120 Lärchen.

In den Bestimmungen der Waldbewirtschaftung wird sich einiges ändern. Die Sägeindustrie hat beim Bundeskartellamt ein Verfahren ange-strebt, das die Bewirtschaftung durch die staatliche Forstverwaltung anders organisiert werden soll. Kommunale Wälder und die des Landes dürfen nicht mehr einheitlich bewirtschaftet werden. Kolbingen, Königsheim und Renquishausen bilden zusammen das Forstrevier Kolbingen. Der Gemeinderat will das Kolbinger Revier erhalten - dann könne es auch von der Kreisforstveraltung betreut werden. Es wird dabei erwartet, dass die Bewirtschaftungskosten im Rahmen der bisherigen Kostenersätze liegen. Auch legt der Rat Wert auf weitere Zusammenarbeit mit den staatlichen Forstbeamten legt.

In seinem Rückblick auf 2014 gab Forstamtsleiter Leo Sprich bekannt, dass der Einschlag bei 4100 Festmester lag. Er bewertete das Jahr 2014 als ein sehr gutes Wirtschaftsjahr. Da die Holzpreise auf einem guten Niveau stabil sind, rechnet er auch in den kommenden Monaten mit zufriedenstellenden Erlösen. 2014 werde „ein erfreulich hoher Überschuss“ erwirtschaftet.