Imkerverein

Elf Imker gehören den Bienenfreunden an

Schwenningen / Lesedauer: 2 min

Positive Bilanz nach dem Generationenwechsel – Am 17. April ist württembergischer Imkertag
Veröffentlicht:31.03.2016, 16:43
Aktualisiert:23.10.2019, 17:00

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Die Imker vom Heuberg und dem Donautal haben vor einem Jahr ihren Imkerverein „Bienenfreunde Obere Donau“ neu aufgestellt. Im Landgasthof Unger-Quarleiter wurde kürzlich erstmals seit der Umstrukturierung des Vereins am 22. Mai 2015 Bilanz gezogen.

Der neue Vorsitzende Hans-Jörg Ehnle freute sich über den Besuch der Imker aus Heinstetten, Hartheim, Langenbrunn, Hausen im Tal und Schwenningen. Derzeit gehören den Bienenfreunden Obere Donau 38 Mitglieder an. Davon seien elf aktive Imker. Im Jahr 2015 traten acht Personen neu ein. Die Kasse wurde am 17. September vom langjährigen Kassierer Hans Haug mit einem guten Stand an seinen Nachfolger Norbert Fritz übergeben. Fritz erklärte, der Verein wolle mit den Mitgliedsbeiträgen die Kosten für die Versicherungen abdecken. Hans-Jörg Ehnle sprach von einem Bienenstammtisch im vergangen Jahr mit interessanten Gesprächen.

Am 17. April dieses Jahres will der Verein am württembergischen Imkertag in Rosenfeld teilnehmen. Auch 2016 werde man die Imker zu Bienenstammtischen einladen, durch die man den Gedankenaustausch forcieren werde. Der Vize-Vorsitzende Hubert Stehle dankte seinen beiden Vorstandskollegen Ehnle und Fritz für ihre Bereitschaft, den Imkerverein weiterzuführen.

Im Anschluss an die Versammlung referierte Bienensachverständiger Ottmar Frick aus Irndorf über das Thema Bienengesundheit. Frick hält die Bestäubungsleistung der Bienen für gigantisch. „Ohne Bienen hat man nur noch drei Kirschen am Baum hängen und keine 3000.“

Dass man durch die Imkerei nicht reich werde, war nichts Neues: Der Honigverkauf decke bestenfalls die Kosten der Imker. Die Leute sollten wieder mehr Blumen in ihren Gärten haben, damit die Bienen diese bestäuben könnten. Nach dem Rind und dem Schwein sei die Biene das drittwichtigste Nutztier, sagte Frick. „Bienen sind in der Kulturlandschaft unentbehrlicher Bestandteil.“ Der volkswirtschaftliche Nutzen sei sogar 15-mal höher als der Wert des erzeugten Honigs. „Mir tut es im Herzen weh, wenn alte Obstbäume fallen“, meinte Frick und sagte, dass dies eigentlich bei Biotopen gar nicht erlaubt ist.

Kleiner Beutekäfer kommt auf dem Heuberg nicht vor

Dann ging Frick auf diverse Krankheiten der Tiere ein. In Sachen kleiner Beutekäfer haben die Imker auf dem Heuberg noch Glück, denn der komme hauptsächlich am Bodensee und auf der Rheinschiene vor. Die anzeigepflichtige amerikanische Faulbrut sei eine bösartige Sache, die sich bei der Untersuchung von Waben, Brut und Bienen zeige. Als typische Saisonkrankheit sei die Kalkbrut anzusehen. Weitere Themen waren die Varroa-Milbe, die Wachsmotte, Tracheenmilben und die Spitzmaus.