Artillerist

Stettener Artilleristen üben und bilden in Litauen aus

Stetten am kalten Markt / Lesedauer: 2 min

Zum Abschluss des dreimonatigen Aufenthalts findet ein internationales Nato-Manöver statt
Veröffentlicht:29.08.2016, 17:24
Aktualisiert:23.10.2019, 13:00

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Teile des Artilleriebataillons 295 sind kürzlich für rund drei Monate in Litauen gewesen. Die Artilleristen aus Stetten am kalten Markt haben dort auf drei Übungsplätzen litauische Artilleristen ausgebildet und nutzten dabei die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Nationen zu üben, teilt die Einheit mit.

Die Soldaten haben in Litauen an zwei internationalen Übungen sowie zusätzlich an einer Ausbildungsmission teilgenommen. Die erste Station für die Artilleristen von der Schwäbischen Alb war die internationale Übung „Iron Wolf“: Hier konnten die Geschützbesatzungen ihr Können unter Beweis stellen und den litauischen Streitkräften einen weiteren Einblick in die Taktik und die Prozesse der deutschen Artillerie geben.

Im Anschluss erfolgte die Ausbildung der litauischen Artilleristen an der Panzerhaubitze 2000, eines der modernsten Artilleriegeschütze der Welt. Den Geschützbesatzungen wurde hier das Handwerkszeug zur Bedienung und zum taktischen Einsatz der Panzerhaubitze im Zugrahmen (vier Geschütze) vermittelt. Abschluss der dreimonatigen Ausbildungs- und Übungszeit bildete die Nato-Übung „Flaming Thunder“, bei der die litauischen und deutschen Besatzungen gemeinsam mit Angehörigen anderen Nationen ihr Gelerntes unter Beweis stellen konnten.

„Als Angehörige der deutsch-französischen Brigade ist das Arbeiten im multinationalen Umfeld nichts Besonderes, aber Übungen mit Alliierten und Partnern im Ausland stellen dennoch ein echtes Highlight dar, dem meine Frauen und Männer immer entgegenfiebern“, sagte der Kommandeur des Artilleriebataillons 295, Oberstleutnant Kim Oliver Frerichs.

Seit Kurzen sind alle Soldaten sowie das gesamte Material und alle Fahrzeuge wieder unversehrt in ihrer Heimatkaserne in Stetten angekommen. Für viele der zum Teil noch sehr jungen Artilleristen sei dies ein ganz besonderes Erlebnis der bisherigen Dienstzeit gewesen, heißt es in der Pressemitteilung.

Nach dem Jahresurlaub beginnt direkt die Vorbereitung des gesamten Bataillons für die Brigadeübung auf dem Truppenübungsplatz in Bergen in der Lüneburger Heide im November und Dezember. Dort wird das Bataillon mit Raketenwerfern, Panzerhaubitzen, Radarsystemen und Drohnen alle seine Fähigkeiten unter Führung der deutsch-französischen Brigade einsetzen.

Das Artilleriebataillon 295 war im Frühjahr von seinem bisherigen Standort in Immendingen im Kreis Tuttlingen in die Stettener Albkaserne umgezogen (die „Schwäbische Zeitung“ berichtete).