Landesstraße

Rat diskutiert Ausbau der L 433

Gosheim / Lesedauer: 2 min

Gemeinderat Gosheim möchte gemeinsam mit Kollegen aus Denkingen nachdenken
Veröffentlicht:31.05.2016, 14:17
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Der dreispurige Ausbau der Landesstraße L 433 zwischen Denkingen und Gosheim nimmt Gestalt an. Auf drei großformatigen Plänen präsentierte Bürgermeister Bernd Haller in der jüngsten Gosheimer Gemeinderatssitzung, welche drei Varianten angedacht sind.

Weil es sich um „eine Anhörung im Zuge der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange“ handelte, hatten die Gemeinderäte reichlich Gelegenheit, nachzuhaken oder ihre Ideen einzubringen. Die „dreistreifig“ (so heißt es offiziell) zu bauende Straße beginnt auf Denkinger Gemarkung beim Penny-Markt und endet auf Gosheimer Gemarkung kurz vor der Abzweigung zur Aumühle. Statt bisher vier hat die neue Strecke nur noch zwei langgezogene Kurven.

Drei Varianten mit marginalen Unterschieden in der Böschungshöhe der beiden neuen Kurven wurden zur Diskussion gestellt. Die Räte waren sich schnell einig, dass sie die straßenbautechnischen Entscheidungen den Experten überlassen müssten, aber ein paar Ideen wurden angesprochen. Helmut Hermle sprach sich für die Variante eins aus, weil hier die geringsten Einschnitte in den Hang gemacht würden. Er gab zu bedanken, dass man den Hang weitestgehend schonen müsse, weil er, wie die Vergangenheit gezeigt habe, enorm rutschgefährdet sei. Bernd Schuler will die Einfahrt zum Penny-Markt in den eventuell zu erstellenden Kreisel am Ortsende von Denkingen integriert sehen. Schließlich war man sich einig, dass alle Überlegungen baldmöglichst in einer gemeinsamen Sitzung mit den Denkinger Räten erörtert werden müssten.

Im Zuge des Straßenausbaus könnte der Radweg, der über den alten Vizinalweg, den Verbindungsweg zwischen Denkingen und Gosheim, verläuft, über die Aumühle zur Kleingartenanlage und hinüber zum Autunnel weitergeführt werden, meinten einige Räte.

Weitere Tagesordnungspunkte

Der Gemeinderat stimmte dem Satzungsentwurf für die zu gründende Kommunalanstalt des öffentlichen Rechts zur Breitbandversorgung im Landkreis Tuttlingen zu. Bürgermeister Bernd Haller wurde zum Mitglied in den neuen Verwaltungsrat gewählt, sein erster Bürgermeister-Stellvertreter Bernd Schuler zum Stellvertreter in diesem Rat.

Die Gemeinderäte stimmten dem Antrag von „Heuberg aktiv“ für den gemeinsamen verkaufsoffenen Sonntag der Gemeinden Gosheim und Wehingen am 25. September zu. Für den Shuttleverkehr bekommt „Heuberg aktiv“ von Gosheim einen Zuschuss von 200 Euro.

Auf Initiative von Bernhard Schuler, dem Seniorchef der Gosheimer Firma Schuler OHG, wurde das Buch „Gosheim – ein Mercedesdorf“ des im letzten Jahr verstorbenen Autors Samuel Harvey Franklin aus dem Englischen übersetzt. Übersetzer waren Philipp Schuler, der Enkel von Bernhard Schuler, und Marieluise Sefrin. Haller ist der Meinung, diese Dokumentation über den wirtschaftlichen Aufstieg Gosheims gehöre in jedes Haus. Er möchte das Buch in Hardcover-Version auflegen lassen und denkt an 1500 Exemplare.