Mobilfunkmast

Frohnstetten bekommt Mobilfunkmast

Stetten am kalten Markt / Lesedauer: 2 min

Gemeinderat gibt grünes Licht – Bau beginnt im Sommer
Veröffentlicht:29.04.2021, 19:14

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Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung sein Einvernehmen für die Errichtung einer Mobilfunkanlage auf der Gemarkung Frohnstetten durch die Telekomtochter „Deutsche Funkturm GmbH“ (DFMG) erteilt. Der Baubeginn des Mobilfunkmastes ist für den Sommer 2021 vorgesehen, sodass nach Fertigstellung und Anschluss der Anlage im Laufe des Jahres 2022 mit der Nutzung zu rechnen ist, wie Bürgermeister Maik Lehn sagte.

Mit dem Beschluss ist der Gemeinderat der Empfehlung des Ortschaftsrats gefolgt, der die Errichtung einer Mobilfunkanlage befürwortet hatte. Der Bauantrag der DFMG aus Stuttgart sieht einen Neubau eines knapp 45 Meter hohen Betonmastes mit zwei Plattformen vor, sowie eine „Outdoortechnik“, die auf einer Fundamentplatte des im Gemeindeeigentum befindlichen Grundstücks erstellt werden soll. Das Grundstück liegt im Gewann „Am Ebinger Weg“ und stellt die Verlängerung der Amerikastraße dar.

Dieses Grundstück hat sich unter insgesamt drei Standorten als das beste erwiesen, das sowohl den Bedürfnissen der Bevölkerung als auch denen der Betreibergesellschaft entsprochen hat. Ergänzend zum Bauantrag wurde dem Vorsitzenden auf Nachfrage mitgeteilt, dass derzeit eine Versorgung mit 5G nicht vorgesehen sei, die technischen Voraussetzungen hierfür aber bereits vorhanden seien. Der Mast wird mit „Long Term Evolution“ abgekürzt LTE, was eine Bezeichnung für den Mobilfunkstandart der dritten Generation (3G) ist, ausgestattet sein und wird zunächst nur als Standort für die Deutsche Telekom dienen, sagte der Bürgermeister. Allerdings werden andere Mitbewerber über die Aufstellung des Mobilfunkmastes informiert. „Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass in Zukunft auch andere Anbieter diese Anlage nutzen wollen“, meinte Lehn.

Ratsmitglied Daniel Haag aus Storzingen, wo seit einiger Zeit ebenfalls ein solcher Mast errichtet worden ist, der jedoch noch nicht in Betrieb ist, drückte seinen Unmut aus über die lange Installationsdauer einer solchen Anlage aus: „Man könnte grad meinen, die haben noch nie einen Mobilfunkmast errichtet und müssten erst ausprobieren, ob sie das auch können“, meinte er sarkastisch. „Da fühlt man sich doch echt veräppelt“. Auch der Bürgermeister konnte nicht sagen, warum die Versorger so lange Zeiträume brauchen, um die Anlagen in Betrieb zu nehmen und damit den Bewohnern ein Stück mehr Lebensqualität zu geben.