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Sigmaringer Forschungsgruppe erhält Preise

Sigmaringen / Lesedauer: 2 min

Professor wird für außergewöhnliche Leistungen in der Mitochondrialen Medizin ausgezeichnet – Doktoranden bekommen Junior-Preis
Veröffentlicht:02.01.2018, 17:46
Aktualisiert:22.10.2019, 23:00

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Die International Mitochondrial Medicine Association (IMMA) hat Prof. Dr. Jörg Bergemann von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen mit der „Mitochondrialen Eva“ ausgeszeichnet. Der Preis wird von der IMMA für „außergewöhnliche Leistungen in der klinischen Diagnostik und wissenschaftlichen Arbeit im Bereich der Mitochondrialen Medizin“ vergeben. Die Sigmaringer Doktoranden Katja Matt und Daniel Schniertshauer aus der Forschungsgruppe von Bergemann erhielten den Junior-IMMA-Preis. Übergeben wurde der Preis bei einer Feier zum 25-jährigen Firmenjubiläum der MSE Pharmazeutika GmbH, einem Hauptsponsor der IMMA. Das teilt die Hoschschule in einer Pressemitteilung mit.

Jörg Bergemann forscht und arbeitet seit 25 Jahren im Bereich der Mitochondrialen Medizin. „Früher galten Mitochondrien nur als Kraftwerke der Zellen“, sagt er. „Heute weiß man, dass sie von zentraler Bedeutung bei der Entstehung von schwerwiegenden Krankheiten wie auch bei Alterungsprozessen sind.“ Außerdem sei die Beeinflussung dieser Organellen, beispielsweise durch falsche Ernährung, Arzneimittel oder Umwelteinflüsse, belegt und stehe im Fokus zahlreicher Untersuchungen – auch an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen.

Der Molekularbiologe ist davon überzeugt, dass in den nächsten Jahren ein interdisziplinäres Zentrum für Mitochondriale Medizin in Deutschland entstehen wird, in dem Forschung, Diagnostik, Therapie sowie Aus- und Weiterbildung zusammenlaufen. Im Zentrum Health and Biomedical Sciences in der Modellfabrik des InnoCamp Sigmaringen plant die Hochschule daher, einen Schwerpunkt auf Mitochondriale Medizin zu legen. Bergemann, der im Vorstand von „Biolago“, einem grenzüberschreitenden Netzwerk für Life Sciences in der Vierländerregion Bodensee tätig ist, sieht darin eine reelle Chance die Idee einer „Gesundheitsregion Oberschwaben/Bodensee“ zu unterstützen. „Daraus könnten für den Landkreis Sigmaringen zahlreiche Vorteile resultieren“, so Bergemann. Die Biolago-Unternehmen hätten in den letzten Jahren Hunderte neue Arbeitsplätze im Bodenseeraum geschaffen. Dieses Potenzial müsse in der Region genutzt werden.