Sanierung

Für mehrere Jahre: Sanierung der Burg Hohenzollern muss pausieren

Sigmaringen / Lesedauer: 1 min

Steigende Preise sorgen nicht nur für schlechte Stimmung bei Häuslebauern, auch Burgherren trifft es. Dass es bald nicht mehr weitergeht, hat aber noch einen anderen Grund.
Veröffentlicht:29.06.2022, 12:29
Aktualisiert:29.06.2022, 14:47

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Die Sanierung der Burg Hohenzollern muss für mehrere Jahre unterbrochen werden. Grund sind gestiegene Baukosten bei gleichzeitig geringeren Einnahmen, wie die Burgverwalterin Anja Hoppe am Mittwoch sagte. Die Arbeiten an der Bastionsmauer der Burg bei Bisingen im Zollernalbkreis müssten voraussichtlich ab Herbst 2023 unterbrochen werden. Erst in vier bis fünf Jahren dürfte es wieder weitergehen, sagte Hoppe. Zuvor hatte der Südwestrundfunk berichtet.

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Zum einen sind die Kosten von ursprünglich fünf Millionen Euro deutlich gestiegen. Die Burgmauer ist stärker beschädigt als angenommen. Die Burgverwaltung geht derzeit von 19 Millionen Euro an Sanierungskosten aus. Zum anderen fehlen Einnahmen, weil die Burg während der Pandemie über 15 Monate geschlossen war, wie Hoppe sagte.

Weiteres Geld fehlt

Nun fehlt Geld für die weitere Sanierung. Es gibt zwar Förderung von Bund und Land. Doch die Burg Hohenzollern muss einen Eigenanteil von rund 40 Prozent selbst tragen. Es würde ihnen helfen, würde man den Eigenanteil erlassen, sagte die Burgverwalterin.

Über die weitere Finanzierung seien demnächst Gespräch geplant. Solange gehen die Arbeiten zumindest noch weiter. Fertiggestellt werde etwa noch der Aufzug in den Burghof. Er soll die marode Auffahrt entlasten.