Masterkonzept

Hochschule bereitet Studenten auf „Industrie 4.0“ vor

Sigmaringen / Lesedauer: 2 min

Im Wintersemester startet ein Masterkonzept, das auf Herausforderungen der modernen Arbeitswelt reagiert
Veröffentlicht:31.05.2016, 14:53
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Die Hochschule etabliert zum kommenden Wintersemester ein neues Masterkonzept. Studierende der vier Masterstudiengänge Maschinenbau, Systems Engineering (Informatik), Textil- und Bekleidungsmanagement sowie Wirtschaftsingenieurwesen (Produktionsmanagement) können künftig im Rahmen ihres regulären Masterstudiums aus Lehrangeboten rund um das Thema „Industrie 4.0“ wählen. Das teilt die Hochschule mit. Zusammengefasst werden die Angebote im neu geschaffenen „Kompetenzzentrum Master Industrie 4.0“.

Durch das Internet rückten reale und virtuelle Welt immer weiter zusammen. Automobil, Maschinenbau, Energieversorgung, Finanzdienste, Logistik oder Verwaltung – keine Branche funktioniere heute ohne vernetzte Rechnersysteme. Bislang noch auf einzelne Bereiche beschränkt, würden im nächsten Schritt der sogenannten vierten industriellen Revolution, kurz Industrie 4.0, Prozesse ganzheitlich gestaltet und ganze Branchen digitalisiert und vernetzt. Das Idealbild der Industrie 4.0 sei eine „intelligente Fabrik“, in der eine weitestgehend selbstorganisierte Produktion möglich werde: Produkte, die mit der Produktionsanlage kommunizieren, Produktionsanlagen, die selbstständig Bauteile nachbestellen, Maschinen, die eigenständig miteinander kommunizieren.

Damit die vierte industrielle Revolution gelinge, müssten aber noch Herausforderungen gemeistert werden: Fragen zu Normen und Standards, IT-Sicherheit und Datenschutz müssten ebenso diskutiert werden wie die Qualifizierung von Fachkräften, die in einer digitalisierten Wirtschaft erforderlich sind. Für das Gelingen von Industrie 4.0 seien neben fachlichen Qualifikationen aus den Bereichen Informatik, Technik und Wirtschaft vor allem interdisziplinäre Kompetenzen gefragt, schreibt die Hochschule. Denn wenn Produkte mit Maschinen „kommunizieren“, muss der Produktverantwortliche diese Sprache ebenso beherrschen wie die IT-Fachkräfte mit den grundlegenden Produkteigenschaften vertraut sein müssen. Mit der Frage, wie angehende Fachkräfte die nötigen Kompetenzen erlangen können, um diese Wende mitzugestalten, habe sich die Hochschule beschäftigt und daraus ein neues Konzept für ein interdisziplinäres Masterangebot entwickelt.

Den Grundpfeiler der interdisziplinär ausgerichteten Vertiefungsrichtung bildet eine Einführungsveranstaltung in die Thematik „Industrie 4.0“, in der Lehrende aller beteiligten Studiengänge im Wechsel eine jeweils fachbezogene Einführung in die Materie liefern. Außerdem stehen Wahlpflichtmodule und Projekte zur Wahl, die von jeweils mindestens zwei Studiengängen konzipiert und durchgeführt werden.