Kandidatur

Der neue Landrat soll von außen kommen

Sigmaringen / Lesedauer: 3 min

Nach Thomas Kugler sagt auch Stefan Bubeck ab – Der Kreistag wählt voraussichtlich am 7. April 2014
Veröffentlicht:14.11.2013, 20:05
Aktualisiert:24.10.2019, 19:00

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Nach dem Pfullendorfer Bürgermeister Thomas Kugler verzichtet auch dessen Mengener Kollege Stefan Bubeck auf eine Kandidatur als Landrat. „Ich sehe meine Zukunft in Mengen“, sagte der Bürgermeister gegenüber unserer Zeitung. „Da ein Bürgermeister ein breiteres Aufgabenfeld als ein Landrat hat, ist das für mich die reizvollere Aufgabe.“

Von den bislang gehandelten Gaerte-Nachfolgern bleibt damit nur noch der Meßkircher Bürgermeister Arne Zwick als möglicher künftiger Landrat übrig. Zwick bleibt jedoch bei seiner Linie: Er schließt sein Interesse weder aus noch will er es bestätigen: „Ich sage dazu nichts.“

Nach derzeitigem Stand gilt es aber als eher unwahrscheinlich, dass der Meßkircher Schultes Landrat wird. In der CDU-Fraktion, die im Kreistag über eine Mehrheit verfügt, mehren sich die Stimmen, dass der neue Landrat von außen kommen soll. „Es hat eindeutige Vorteile, wenn der künftige Kreischef die Arbeit neutral und objektiv angehen kann“, sagt Stefan Bubeck. Sollte die CDU jedoch keinen geeigneten Bewerber von außen finden, wäre Arne Zwick ein Trumpf in der Hinterhand. Dies könnte Zwicks Zurückhaltung erklären.

CDU-Duo spricht bereits mit Kandidaten

Laut Bubeck seien in den vergangenen Tagen bereits die ersten Gespräche mit möglichen Bewerbern geführt worden. Zusammen mit Fraktionschef Thomas Kugler ist Stefan Bubeck im Auftrag der Kreis-CDU für sie erster Ansprechpartner.

Doch Namen nennt Bubeck auf Nachfrage keine. Erstens sei noch keine Entscheidung gefallen, und zweitens will die CDU mögliche Kandidaten „nicht verbrennen“. Einen fünfmonatigen Wahlkampf können weder die CDU noch der oder die Kandidaten wollen.

Nach derzeitigem Stand soll der Kreistag den neuen Landrat am 7. April 2014 wählen. Offiziell bestätigt wird der Termin vom Landratsamt noch nicht. Um vor der Kommunalwahl am 25. Mai genügend Luft zu haben, soll die Wahl möglichst Anfang April erfolgen. Dirk Gaertes Amtszeit endet zum 30. Juni, an diesem Tag soll auch das neue Landratsamt eingeweiht werden.

Rolf Vögtle passt nicht ins Anforderungsprofil

Der vom „Südkurier“ ins Spiel gebrachte Erste Landesbeamte Rolf Vögtle winkt ab. „Ich habe nicht vor, mich zu bewerben“, sagt der 56-Jährige gegenüber der SZ. Er begründet dies damit, dass er nicht in das Anforderungsprofil der Mehrheitsfraktion passe. Vögtle ist parteilos und könnte nur für eine volle Amtszeit Landrat werden. Die CDU will aber einen Kandidaten aus ihren Reihen, der längerfristig an der Kreisspitze Verantwortung übernimmt.

Ein anderer häufig Genannter winkt ebenso ab. „Ich bin momentan in meinem gewählten Amt als Bürgermeister in Gammertingen mehr als glücklich und habe deshalb keine Absicht, mich beruflich zu verändern“, sagt Holger Jerg.

Der Mengener Stefan Bubeck scheint nicht der einzige zu sein, der den Bürgermeisterjob interessanter findet. Er begründet dies mit dem größeren Gestaltungsspielraum. Seine Stadt ist für ihn wie ein schlummernder Riese. „Mengen ist für mich die interessanteste Stadt im ganzen Landkreis.“ Bubeck begründet dies mit der Geografie und den Gestaltungsmöglichkeiten: Zwei Bundesstraßen kreuzen, Mengen habe die Zollernbahn und einen Flugplatz, da gebe es ganz viele Entwicklungsmöglichkeiten. Bubeck ist seit 2008 Bürgermeister von Mengen, zuvor war er Schultes in Hettingen.