Warntag

Bundesweiter Warntag ist am 8. Dezember

Sigmaringen / Lesedauer: 3 min

Schwachstellen im Warnsystem sollen gefunden werden
Veröffentlicht:28.11.2022, 14:24

Von:
Artikel teilen:

Der nächste bundesweite Warntag findet am Donnerstag, 8. Dezember, statt. An diesem gemeinsamen Aktionstag wollen Bund und Länder sowie die teilnehmenden Gemeinden und Kommunen gemeinsam ihre Warnmittel erproben, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Warnung der Bevölkerung ist ein wichtiger Eckpfeiler, um die Resilienz der Gesellschaft gegenüber Krisen und Gefahrensituationen aller Art zu steigern. Ereignisse wie die Corona-Pandemie , die Flut- und Starkregenereignisse im Sommer 2021, der Krieg in der Ukraine aber auch lokale Gefahrenlagen führen uns deutlich vor Augen, wie wichtig es ist, uns alle für den Ernstfall zu sensibilisieren.

Der bundesweite Warntag verfolgt zwei Hauptziele: Zum einen die technische Warninfrastruktur einem Stresstest zu unterziehen und zum anderen die Bevölkerung über das Thema Warnung und die verschiedenen Wege, über die die Behörden Warnungen versenden, zu informieren.

Beim Test der technischen Warninfrastruktur sollen die Abläufe im Fall einer Warnung mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren erprobt werden. Deshalb ist es wichtig, dass der Prozess von der Auslösung einer Warnmeldung bis hin zu ihrem Empfang durch die Bevölkerung durchgespielt und somit auch die Warnmittel selbst erprobt werden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Auf diese Weise können mögliche auftretende Herausforderungen oder Probleme von den Betreibern der Warnsysteme und von den für die Warnmittel Verantwortlichen identifiziert und im Nachgang behoben werden. Zweck des bundesweiten Warntags ist deshalb ausdrücklich auch, Schwachstellen im Warnsystem zu finden, um diese im Nachgang zu beseitigen und das System für den Ernstfall noch stabiler und effektiver zu machen.

Neben den technischen Aspekten ist für eine effektive Warnung von zentraler Bedeutung, dass die Bevölkerung weiß, wie Warnung funktioniert. So ist es zum Beispiel wichtig, dass die Menschen die Bedeutung der Sirenensignale an allen Orten, an denen Sirenen zur Warnung der Bevölkerung vorgehalten werden, kennen.

Je vertrauter die Bürgerinnen und Bürger mit dem Thema Warnung der Bevölkerung und dessen Akteurinnen und Akteuren sind, umso konkreter kann im Ernstfall von ihnen auf eine Warnung reagiert werden. Denn nur wer eine Warnmeldung versteht und auch richtig einordnen kann, kann sich richtig verhalten und sich und andere bestmöglich schützen.

Beim bundesweiten Warntag am Donnerstag, 8. Dezember, soll erstmals eine Testwarnmeldung in der höchsten Warnstufe des Cell-Broadcast-Dienstes versendet werden. Der Warnkanal Cell-Broadcast soll am 23. Februar für die warnenden Stellen im Modularen Warnsystem (MoWaS) freigeschaltet werden.

Am Warntag selbst wird um 11 Uhr eine zentrale Probewarnung von der Nationalen Warnzentrale im BBK in Form eines Warntextes bundesweit an alle Warnmultiplikatoren geschickt, die an MoWaS angeschlossen sind (zum Beispiel Rundfunkanstalten und Medienunternehmen). Über MoWaS werden auch direkt angeschlossene Warnmittel wie die vom BBK betriebene Warn-App Nina ausgelöst.

Um 11.45 Uhr wird die Nationale Warnzentrale die zentrale Probewarnung über MoWaS wieder entwarnen.