Blitz

Pfadfinder dementieren böse Gerüchte

Pfullendorf / Lesedauer: 2 min

Pfadfinder dementieren böse Gerüchte
Veröffentlicht:30.05.2016, 11:44
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

Von:
Artikel teilen:

Der Pfullendorfer Stamm Sankt Jakobus der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg tritt Gerüchten entgegen, wonach bei ihrem Zeltlager an Pfingsten Kinder vom Blitz erschlagen worden seien. Derzeit kursierten in der Stadt entsprechende Vermutungen, schreiben die Pfadfinder in einer Pressemitteilung. Richtig sei allerdings, dass ein Leiter der Sigmaringer Pfadfinder einen Stromschlag erlitten habe.

Am Samstagmittag war in Brunnhausen ein Blitz in einen Baum eingeschlagen, der sich etwa 40 Meter vom Lagerplatz entfernt befand. Beim Berühren einer nassen Tür sei der Sigmaringer Pfadfinderleiter Opfer des Stromschlags geworden. „Er musste zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht werden“, schreiben die Pfadfinder. Allerdings habe zu keiner Zeit erhöhte Gefahr für Kinder oder Leiter bestanden. „Die Stammesleitung hat stets Sorge dafür getragen, dass im Falle des Falles Evakuierungsmöglichkeiten bereit stehen.“ Zudem sei die gesamte Zeit über die medizinische Betreuung durch die Malteser sicher gestellt worden.

Zu den Pfingstspielen unter dem Motto „Die Pfalympischen Spiele – Zeit für neue Helden“ hatten die Pfullendorfer Pfadfinder am Samstag mehr als 300 Kinder begrüßt. Als die Mädchen und Jungen ihre Zelte aufbauten, zog allerdings ein starkes Gewitter auf. Die Eröffnungszeremonie wurde verschoben, die Kinder fanden Unterschlupf in der Reithalle des Reit- und Fahrvereins. Die auswärtigen Stämme sahen sich angesichts des nassen Geländes gezwungen, ihre Trupplinge nach Hause zu schicken. Lediglich einige hart gesottene Leiter und Rover aus Melchingen und Hechingen harrten noch eine Nacht aus.

Alternativprogramm für die Kinder

An den verbleibenden zwei Tagen blieben die Pfullendorfer Pfadfinder unter sich – und das, nachdem sie mehr als zwei Jahre Arbeit in die Planung und Organisation des Lagers investiert hatten. „Nachdem sich die Leiter über die tatsächlichen Risiken und Schwierigkeiten informiert und sich mit verschiedenen Stellen ausgetauscht hatten, sahen sie keinen Grund, das Lager abzubrechen“, heißt es in der Pressemitteilung der Pfadfinder.

Die Leiter der Pfullendorfer Pfadfinder stellten für die Kinder ein Alternativprogramm auf die Beine. Am Sonntag fand ein Gottesdienst in der Reithalle statt. „Schlussendlich hatten die Kinder einen Riesenspaß – trotz oder gerade wegen des Charakter-Wetters“, schreiben die Pfadfinder. Die nächsten Pfingstspiele finden 2018 in Sigmaringen statt.