Kindersingspiel

„Joseph und seine Brüder“ begeister das Publikum

Pfullendorf / Lesedauer: 3 min

„Joseph und seine Brüder“ begeister das Publikum
Veröffentlicht:10.10.2010, 13:20
Aktualisiert:25.10.2019, 23:00

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Mit einer hinreißenden Aufführung des Kindersingspiels „Joseph und seine Brüder“ hat der Kinder- und Jugendchor St. Jakobus am Wochenende seine Gäste erfreut. Das Publikum war restlos begeistert und dankte mit lang anhaltendem Applaus.

Von unserer Mitarbeiterin Anthia Schmitt

Zu einer guten Tradition ist es inzwischen geworden, dass der Kinder- und Jugendchor an einem Wochenende im Jahr ein Musical auf die Bühne des Kolpinghauses bringt. In diesem Jahr entschieden sich die beiden Chorleiterinnen Dina Trost und Ulrike Maier für die kindgerechte Version der Josephsgeschichte. Der zeitgenössische Kirchenmusiker und Braunschweiger Domkantor Gerd-Peter Münden hatte die biblische Geschichte um Joseph und seine Brüder mit einem Libretto von Brigitte Antes in einprägsame Melodien mit mancher überraschenden Anlehnung an große Klassiker gefasst, wie beispielsweise dem „Gefangenenchor“ aus Verdis Oper „Nabucco“.

„Joseph immer nur Joseph“, die Brüder sind sauer. Der Vater bevorzugt den Jüngsten, der zu allem auch noch eine richtig üble Petze ist. Wenn man den egoistischen Tagträumer, der sich ständig um die Arbeit drückt, nur los werden könnte. Ein Plan wird gefasst, Joseph in den Brunnen gestoßen und schließlich als Sklave verkauft. Er landet im Gefängnis des Pharao, den böse Träume plagen. Sieben fette Kühe sieht er Nacht für Nacht vom Fluss heraufkommen und sieben magere. Als der Pharao erfährt, dass Joseph Träume deuten kann, lässt er ihn aus dem Gefängnis holen. Sieben reiche Erntejahre erkennt Joseph in dem Traum und sieben Jahre der Dürre. „Lass Speicher bauen und bewahre das Korn auf“, rät der kluge Traumdeuter, den der Pharao zu seinem Minister ernennt. Als die sieben mageren Jahre anbrechen, leidet auch Josephs Familie Hunger. Die Brüder bitten beim Amtmann des Pharao um Getreide. Joseph will sie zornig fortschicken, doch seine Frau Assenath besänftigt ihn: „Auch Du hast zu dem beigetragen, was sie Dir angetan haben.“ Joseph zeigt Reue, gibt ihnen Brot und Getreide, lässt sie aber noch einmal kräftig schwitzen, bevor es zur Versöhnung der Brüder und zu einem großen Freudenfest kommt, zu dem der Pharao sein ganzes Volk einlädt.

Die 46 jungen Sängerinnen und Sänger des Chors, auch die kleinsten waren in verschiedenen Rollen mit von der Partie, hatten fleißig geprobt, um ihr Publikum nicht zu enttäuschen. Mutig standen einige Solisten singend vor dem Mikrofon. Musikalisch unterstützt wurden sie von Gunhild Hell an der Violine, Saskia Mayerhöfer an der Flöte, Marie-Luise Sauter an der Klarinette und der Gitarrengruppe des Stadtmusikforums. Mit viel Aufwand hatten einige Mütter für die passenden Kostüme gesorgt und das bemerkenswerte Bühnenbild von Helmut Rebholz versetzte die Zuschauer mitten in die ägyptische Wüste.

„Ihr habt das ganz toll gemacht“, lobte Dina Trost, als der begeisterte Applaus des Publikums zu Ende ging. Sie dankte den Eltern für ihre „ verlässlichen Fahrdienste zu den vielen Proben“ und Monika Reitze, die für die szenische Umsetzung verantwortlich zeichnete, für „ihren unermüdlichen Einfallsreichtum“. Namens der Eltern und der Pfarrgemeinde übergab Frank Scheifers dem Organisationsteam ein Geschenk „in Anlehnung an das Ende der Geschichte“, nämlich einen Essensgutschein als Dank für die viele Mühe.