Umsatz

Geberit ist mit Bilanz zufrieden

Pfullendorf / Lesedauer: 2 min

Der Umsatz steigt um 7,7 Prozent – Märkte entwickeln sich unterschiedlich
Veröffentlicht:30.10.2018, 17:47
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

Von:
Artikel teilen:

Die Geberit Gruppe hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres gute Resultate erzielt. Insgesamt nahm der Umsatz um 7,7 Prozent, rund 2082 Millionen Euro, zu, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Der währungsbereinigte Umsatz erhöhte sich um 3,1 Prozent. Der operative Cashflow stieg um 7 Prozent auf rund 614 Millionen Euro – das adjustierte Nettoergebnis um 5,9 Prozent auf rund 452 Millionen Euro. Die Unternehmensleitung erwartet für 2018 insgesamt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von rund 3 Prozent und eine operative Cashflow-Marge von rund 28 Prozent. Im dritten Quartal erreichte der Umsatz rund 650 Millionen Euro, was einer Erhöhung von 1,1 Prozent entspricht. Währungsbereinigt betrug die Zunahme 0,7 Prozent. Das im Vergleich zum ersten Halbjahr schwächere Umsatzwachstum ist auf eine geringere Wachstumsdynamik in der Bauindustrie in einzelnen Märkten und auf eine generell angestiegene Volatilität der Märkte zurückzuführen.

Umsatz nach Märkten

Der währungsbereinigte Umsatz in der größten Region Europa stieg in den ersten neun Monaten um 2,7 Prozent. Zweistellig wuchs dabei die Iberische Halbinsel (plus 11,7 Prozent). Starke Zuwächse waren auch in Zentral- und Osteuropa (plus 8,9 Prozent) und in Italien (plus 5,3 Prozent) zu verzeichnen. Ebenfalls zulegen konnten Deutschland (plus 3,8 Prozent), die Benelux-Länder (plus 2,8 Prozent), die Schweiz (plus 2,4 Prozent) und Österreich (plus 0,8 Prozent). Frankreich bewegte sich auf Vorjahresniveau. Rückgänge resultierten dagegen in Großbritannien und Irland (minus 4,2 Prozent) und in den nordischen Ländern (minus 2,9 Prozent). Zweistellig stieg der Umsatz in der Region Fernost und Pazifik (plus 13,8 Prozent).

In Amerika (plus 4,5 Prozent) und in Nahost/Afrika (plus 2,2 Prozent) waren ebenfalls positive Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Bei den Produktbereichen stieg der Umsatz in lokalen Währungen bei den Installations- und Spülsystemen um 4,2 Prozent, bei den Rohrleitungssystemen um 4,5 Prozent und bei den Badezimmersystemen um 0,7 Prozent. Die finanzielle Situation der Geberit Gruppe ist weiterhin sehr solide. Die Netto-Schulden, Schulden minus liquide Mittel, stiegen trotz positivem Cashflow als Folge der Dividendenauszahlung sowie des laufenden Aktienrückkauf-Programms plangemäß von rund 424 Millionen Euro im Dezember 2017 auf rund 534 Millionen Euro an. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 49,1 Prozent Ende 2017 auf 49,6 Prozent. Das am 6. Juni 2017 gestartete Aktienrückkauf-Programm wurde weitergeführt.

Bis zum 30. September 2018 wurden rund 442 000 Aktien oder 1,2 Prozent des aktuell im Handelsregister eingetragenen Aktienkapitals zu einem Betrag von rund 170 Millionen Euro erworben, davon rund 89 Millionen Euro in den ersten neun Monaten dieses Jahres.